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Gottesdienst vom Deutschlandfunk

Katholischer Gottesdienst am 13.12. aus Worms

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus dem Dom St. Peter

Deutschland Dom St. Peter in Worms

Altarraum des Domes St. Peter

Zelebrant und Prediger ist Propst Tobias Schäfer. Die kirchliche Leitung hat Dr. Uwe Beck. Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von den Dombläsern, sowie vom Domchor und dem Collegium Vocale am Wormser Dom unter der Leitung des Domkantors Dan Zerfaß. Die Orgel spielt Christoph Hintermüller.

Wir leben in einer Welt, die angefüllt ist mit Terror und Angst. Wie können wir da einen besinnlichen, ruhigen Advent feiern, während andere Menschen auf der Flucht sind? Diese Frage stellt Propst Tobias Schäfer in seiner Predigt. Aber Advent ist, biblisch betrachtet, gerade nicht die Zeit, um besinnlich bei Kerzenschein alles Schlechte und Schwierige in der Gesellschaft auszublenden. Es ist keine Zeit der Verdrängung. „Advent meint: Gott kommt in unsere Welt!“, so Propst Tobias Schäfer. Und Gott kommt nicht in eine heile, geradlinig verlaufende Welt. Er ist dort, wo die Not, die Angst und die Einsamkeit groß sind und gesellt sich dann mitten unter die Menschen.

Deutschland Dom St. Peter in Worms

Dom St. Peter in Worms

Der Dom St. Peter zu Worms war in seiner fast tausendjährigen Geschichte ein Schauplatz vieler historischer Momente. Er gehört mit den Domen von Mainz und Speyer zu den drei romanischen Kaiserdomen am Rhein und steht an einer Stelle, an der sich bereits in römischer Zeit das Forum befand und wo schon die merowingischen Könige um das Jahr 600 einen ersten Dom erbauen ließen. Karl der Große heiratete hier seine Gemahlin Fastrada, Friedrich II. seine Königin Isabella von England. In der Saliergruft ruhen die Gebeine der Vorfahren des salischen Kaiserhauses, unter ihnen ist auch die Mutter des ersten deutschen Papstes Gregor V., der hier in Worms aufgewachsen war. Im Jahr 1048 fand sogar eine Papstwahl im Wormser Dom statt. Nur wenige Meter vom Dom, in der Aula des Bischofshofes, fand 1521 der Reichstag statt, wo Martin Luther vor Kaiser und Fürsten seiner Gewissensüberzeugung treu blieb: „Hier stehe ich! Ich kann nicht anders, Gott helfe mir! Amen!“ Die Stadt Worms ist in der Reformation lutherisch geworden, der Dom aber blieb immer katholisch.

Das ehemalige Bistum Worms ist schließlich in der Säkularisation nach mehr als 1000 Jahren untergegangen. Heute gehört der Dom zum Bistum Mainz und ist Pfarrkirche einer lebendigen Gemeinde, die zusammen mit der Pfarrei St. Martin einen Pfarrverbund bildet. Auch die Martinskirche ist eine tausendjährige, romanische Kirche, errichtet über dem Gefängnis, in dem der heilige Martin eingekerkert war, nachdem er hier in Worms vor dem römischen Kaiser Julian seinen Kriegsdienst quittierte.

Kirchliche Verantwortung: Dr. Silvia Becker, Katholische Hörfunkbeauftragte