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Gottesdienst vom Deutschlandfunk

Katholischer Gottesdienst am 10. Mai aus Hannover-Linden

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Godehard

Katholische Pfarrkirche St. Godehard Hannover-Linden

Innenansicht der Pfarrkirche St. Godehard

Zelebrant und Prediger ist Pfarrer Dr. Wolfgang Beck. Die kirchliche Leitung hat Andreas Brauns. Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet vom Kirchenchor der Gemeinde und einem Kantorenteam unter der Leitung von Christoph Badde. Die Orgel spielt Monika Strzedulla.

Die Predigt bezieht sich auf die Lesung aus der Apostelgeschichte, wo etwas völlig Unerwartetes geschieht. Der römische Hauptmann Kornelius aus Cäsarea, in den Augen der Juden ein Heide, ist gottesfürchtig und möchte sich taufen lassen. Während einer Predigt des Petrus kommt der Heilige Geist auf alle Zuhörer herab, auch auf Kornelius und seine Familie. Daraufhin sieht Petrus keinen Grund mehr, Kornelius und seinen Angehörigen die Taufe zu verweigern.

Diese kleine Episode ist deshalb so wichtig, weil hier zum ersten Mal ein Nichtjude durch die Taufe zum Christen wird: der Beginn der weltumspannenden Kirche. Der Heilige Geist erfüllt also, so Pfarrer Dr. Beck, in dieser Szene alle Menschen, nicht nur die Angehörigen des Volkes Gottes. Der Heilige Geist, von dem da die Rede ist, hält sich einfach nicht an die Barrieren in den Köpfen der Menschen und an ihre doch eher begrenzten Erwartungen. Und mit Blick auf den heutigen Muttertag fügt Pfarrer Beck hinzu: Liebe heißt es nicht nur, Kinder zu fördern oder vielleicht auch zu verwöhnen, sondern vor allem, sich davon überraschen zu lassen, dass Gott seinen Geist schon verteilt hat – bei den Kindern und Partnern, bei den Eltern oder anderen Menschen um mich herum. Liebe heißt, damit zu rechnen, dass Gott wirkt – in mir und in anderen.

Katholische Pfarrkirche St. Godehard Hannover-Linden

Katholische Pfarrkirche St. Godehard

Die Pfarrkirche St. Godehard steht in Hannover-Linden, einer ursprünglich eigenständigen Arbeiterstadt vor den Toren Hannovers. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung des Stadtteils rasant an, was auch die Kirchengemeinde beeinflusste. Einwanderungen zunächst aus Schlesien in den 50er Jahren, später aus Spanien, Portugal und afrikanischen Ländern formten aus Linden einen bunten Stadtteil mit einer aktiven Künstlerszene. Die schlichte neugotische St. Godehard-Kirche ist ein Bau aus roten Backsteinen, der im Krieg fast völlig zerstört wurde. Vor 140 Jahren geweiht, trägt die Kirche den Namen des heiligen Hildesheimer Bischofs Godehard.

Verantwortliche Redakteurin: Dr. Silvia Becker, Katholische Hörfunkbeauftragte