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Ostmitteleuropa

Katholische Kirche Polens: Beteiligung am EU-Referendum ist moralische und bürgerliche Pflicht

Warschau, 30.4.2003, PAP, poln.

Das (EU-Beitritts-) Referendum sei ein wichtiges Ereignis und daher werde die Kirche auch zur Teilnahme daran anregen, erklärte der Primas von Polen, Kardinal Jozef Glemp, vor der dreitägigen Beratung der 322. Plenarversammlung der Polnischen Bischofskonferenz, die am Mittwochnachmittag (30.4.) in Warschau begonnen hat. (...) Die polnische Bevölkerung müsse Mut zeigen. Sie dürfe "keine Angst" haben. Die Europäische Union hingegen müsse mit Polen zusammenarbeiten und ihm Vertrauen entgegenbringen. (...)

Der Metropolit von Gnesen, Erzbischof Muszynski, sagte, er selbst halte sich für einen Polen und für einen Europäer (...). Die Teilnahme am Referendum sei eine bürgerliche Pflicht, denn es sei von großer Bedeutung und werde in großem Maße über die künftige Gestalt und die Stellung Polens entscheiden. "Wem also das Schicksal Polens nicht gleichgültig ist, sollte dazu seine Meinung äußern", meint Erzbischof Muszynski.

Auf die Frage von PAP, welche Rolle die Kirche bei der europäischen Einigung spielen sollte, erklärte Erzbischof Muszynski, die Kirche sei stets ein integrierender und verbindender Faktor gewesen, da sie internationale Strukturen habe und eine universelle Kirche sei. Die Kirche sei im Leben der Nation stark verankert und habe daher vor allem eine Menschen verbindende Funktion.

Bischof Tadeusz Pieronek unterstrich, die Beteiligung am EU-Beitrittsreferendum sei "eine moralische und bürgerliche Pflicht bei einem so wichtigen Ereignis, bei dem es um einen großen zivilisatorischen Schritt Polens geht". (TS)

  • Datum 02.05.2003
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