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Amerika

Katastrophe über dem Atlantik

Für die 228 Menschen, die mit dem Air-France-Flug 447 am Montag den Atlantik überqueren wollten, gibt es wohl keine Hoffnung mehr: Der Airbus A330 stürzte höchstwahrscheinlich ins Meer.

Vermisstes Flugzeug (Archivfoto: AP)

Archivfoto des vermissten Flugzeugs der Air France

Der Absturzort befindet sich vermutlich auf halbem Weg zwischen der brasilianischen und der afrikanischen Küste. Die Zone, in der das Flugzeug verschwand, sei dort bis auf wenige Dutzend Seemeilen eingegrenzt worden, erklärte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon am Montagabend (01.06.2009) auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Die brasilianische und die französische Luftwaffe starteten Suchflüge in der Region.

Ein Blitzschlag?

Ankunftsebene am Flughafen Charles de Gaulle (Foto: AP)

Vergebliches Warten auf Flug AF 447 in Paris

Der Airbus A330-200 mit dem Ziel Paris war vier Stunden nach dem Start in Rio de Janeiro über dem Atlantik in Turbulenzen geraten, hatte automatisch eine elektrische Störung gemeldet und war dann spurlos vom Radar verschwunden. Möglicherweise sei die Maschine von einem Blitz getroffen worden, sagte ein Air-France-Sprecher. "Es sind vermutlich mehrere Umstände, die zu dem Crash geführt haben."

Auch Deutsche an Bord

An Bord der Maschine befanden sich Menschen aus mehr als 30 Nationen, unter ihnen nach unbestätigten Berichten bis zu 26 Deutsche. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, er könne bestätigen, dass Deutsche in dem Flugzeug gewesen seien, zur genauen Zahl könne er jedoch noch keine Angaben machen. Die meisten Passagiere kamen laut Mitteilung der Air France aus Brasilien und Frankreich.

Präsident Sarkozy entsetzt

Sarkozy und Gourgeon (Foto: AP)

Sarkozy in Begleitung von Air France-Chef Gourgeon

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sprach von der größten Katastrophe in der Geschichte von Air France. "Die Chancen, Überlebende zu finden, sind minimal", sagte Sarkozy. Er werde "alle Mittel" einsetzen, um herauszufinden, was passiert sei. Das habe er den Angehörigen der Passagiere versprochen.

"Wir verstehen nicht, was passiert ist", gestand auch Verkehrs-Staatssekretär Dominique Bussereau ein. "Die Hypothese einer Entführung scheint ausgeschlossen, denn die Maschine hätte irgendwo landen müssen." Das US-Verteidigungsministerium erklärte, es gebe keinen Hinweis auf einen Terroranschlag. Der Flugzeugbauer Airbus bot seine Hilfe bei der Aufklärung der Absturzursache an.

Erfahrener Pilot

Der Pilot des verschollenen Airbus hatte Air France zufolge insgesamt 11.000 Stunden Flugerfahrung, davon rund 1700 auf diesem Maschinentyp. Das Flugzeug war erst vier Jahre alt und zuletzt Mitte April gewartet worden. (wa/ml/afp/dpa/rtr/ap)

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