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Sport

Katarina Witt: "Ich drücke allen die Daumen"

Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt fiebert bei den Olympischen Spielen mit dem gesamten deutschen Team mit. Im Gespräch mit der Deutschen Welle schloss Witt eine neue deutsche Olympia-Kandidatur nicht aus.

Sie war das Gesicht der Münchener Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 und sie schämte sich ihrer Tränen nicht, als das südkoreanische Pyeongchang den Zuschlag bekam. Knapp ein Jahr später drückt die "Eisprinzessin" Katarina Witt den deutschen Olympioniken in London die Daumen. Sie war beim "Münchner Abend" im Deutschen Haus in London einer der Ehrengäste. 

DW: Katarina Witt – wie erleben Sie die Olympiastadt? 

Katarina Witt: Ich bin vor allem hergekommen, um an die Olympischen Spiele von München 1972 zu erinnern – 40 Jahre Olympische Geschichte. Durch meine Arbeit für München 2018 habe ich  natürlich noch einmal einen ganz anderen Bezug zu München und zu Bayern gefunden und habe auch diese Geschichte noch einmal neu für mich erarbeitet. Ich finde es toll, dass man die Gelegenheit hier in London nutzt, um noch einmal auf die Spiele in München aufmerksam macht und was das für tolle Spiele waren, bis dieses furchtbare Attentat passiert ist.

Blutet Ihnen ein bisschen das Herz, weil es mit der Bewerbung für München 2018 nicht geklappt hat?

Ja klar. Jede Erinnerung kommt wieder zurück, zumal hier auch sehr viele aus unserem damaligen Team dabei sind. Das ist jetzt zwar über ein Jahr her, aber es ist alles noch sehr präsent. Man sieht aber sehr viele, die sagen: "Mensch komm, wir müssen unbedingt weitermachen." Und das finde ich eigentlich ein ganz schönes Zeichen, dass man nicht aufgibt. Das hat auch etwas sehr Sportliches.

Vielleicht ja auch mit den Sommerspielen in Deutschland, wie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gesagt hat. Das könnte man sich doch auch vorstellen, oder?

Ja, aber jetzt sind wir hier in London und feiern das Jubiläum für München. Und das sollten wir erstmal zelebrieren.

Was haben Sie von den Wettkämpfen mitbekommen?

Vor allem im Fernsehen habe ich das verfolgt. Ich finde es einfach prima, dass man sich auch mal andere Sportarten anschaut, gerade auch als Wintersportathlet.

Wem drücken Sie besonders die Daumen?

Eigentlich der ganzen deutschen Mannschaft. Dass sie als gutes Team nach Hause kommt. Man kriegt ja doch mit, wie über die gesamte Mannschaft diskutiert wird. Natürlich freut man sich über jede Medaille und über jeden guten Rang. Aber ich wünsche es eigentlich der ganzen Mannschaft. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man gemeinsam vor Ort ist, wenn es gut läuft.

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