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Welt

Katar will arabische Truppen in Syrien

Der Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien droht das Scheitern. Die Gewalt gegen die Opposition geht weiter. Jetzt fordert Katar den Einsatz arabischer Truppen.

Scheich al-Thani (Foto: rtr)

Sprach sich als erster für den Einsatz arabischer Truppen Syrien aus: Katars Emir al-Thani

Das Golfemirat ist das erste arabische Land, das für den Einsatz von Streitkräften plädiert. Der Emir, Scheich Hamad bin Chalifa al-Thani, sagte dem US-Fernsehsender CBS, in einer solchen Situation "sollten Soldaten das Blutvergießen stoppen". Katar hat in der Arabischen Liga den Vorsitz des Syrien-Ausschusses. Scheich al-Thani hatte bereits im August die Gewalt gegen friedliche Demonstranten verurteilt und Syrien zu ehrlichen Reformen aufgefordert. Außerdem zog er seinen Botschafter in Damaskus ab.

Demonstranten mit arabischen Plakaten (Foto: rtr)

Die Proteste in Syrien gehen weiter - die Gewalt hält an

Die Beobachter der Liga befinden sich seit Mitte Dezember in Syrien. Ihre Mission ist bis zum kommenden Donnerstag terminiert. Sie sollen beurteilen, ob Präsident Baschar al-Assad den vereinbarten Friedensplan umsetzt.

Die Gewalt geht weiter

Trotz der Präsenz der Beobachter hat sich die Gewalt im Lande weiter verschärft. An diesem Samstag wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens sechs Menschen getötet.

Syrische Regierungstruppen umstellten nach Angaben von Oppositionellen eine Region nahe der Grenze zum Libanon und nahmen sie unter Beschuss . Zahlreiche Panzer der Armee wurden schon am Morgen rund um die Ortschaft Al-Sabadani im Umland von Damaskus gesichtet. Aktivisten sprachen von der größten Militäraktion seit Beginn der Beobachtermission.

Die Arabische Liga will auf Kritik reagieren

Nabi al-Arabi (Foto: dpa)

Gelobt Besserung: Der Vorsitzende der Arabischen Liga, al-Arabi

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete derweil von einem Bombenanschlag "bewaffneter Terroristen" auf einen mit Benzin beladenen Zug in der Provinz Idlib. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden.

In Kairo kündigte der Vorsitzende der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, eine Neubewertung der Syrien-Mission an. Dies werde auf der nächsten Sitzung des Staatenbundes am 21. Januar in der ägyptischen Hauptstadt geschehen. Man nehme die Kritik an dem Einsatz sehr ernst. In Syrien sind seit Beginn der Unruhen vor zehn Monaten nach UN-Schätzungen mindestens 5000 Menschen getötet worden.

Autor: Gerhard Friese (dpa, afp, rtr)
Redaktion: Eleonore Uhlich

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