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Golfemirat

Katar kauft Kriegsschiffe für fünf Milliarden Euro aus Italien

Trotz der diplomatischen Krise hat Katar ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Italien abgeschlossen. Es ist nicht der erste große Rüstungsdeal für das Golfemirat seit dem Ausbruch der Spannungen mit den Nachbarn.

Die anhaltende diplomatische Krise hält das Golfemirat Katar nicht davon ab, seine militärische Stellung auszubauen. Außenminister Mohammed bin Abdulrahman al-Thani sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem italienischen Kollegen Angelino Alfano in Doha (Artikelbild), Katar werde sieben Marineschiffe im Wert von insgesamt fünf Milliarden Euro von Italien kaufen. Nähere Informationen über die Einigung gab es zunächst nicht. Nach Angaben italienischer Medien handelt es sich bei den Kriegsschiffen um vier Korvetten, zwei Patrouillenboote und ein Landungsboot.

Milliardendeal auch mit den USA

Es ist nicht der erste große Rüstungsdeal des Golfstaats seit dem Ausbruch der Krise. Mitte Juni hatte Katar angekündigt, von den USA mehrere F-15 Kampfflugzeuge im Wert von 10,7 Milliarden Euro zu kaufen. Erst am Dienstag hielten die Türkei und Katar ein gemeinsames Militärmanöver ab. Daran beteiligten sich rund 250 türkische Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen. Die Türkei unterhält eine Militärbasis in Katar und unterstützt die dortige Regierung in der diplomatischen Krise mit den Nachbarn.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Anfang Juni die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und Sanktionen gegen das Land verhängt. Sie begründeten dies mit dem Vorwurf, das Emirat unterstütze radikale Gruppen wie etwa die ägyptische Muslimbruderschaft und die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat". Katar wies eine Liste mit 13 Forderungen zurück, darunter auch die Schließung des Nachrichtensenders Al-Dschasira.

wo/kle (dpa, afp)