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Kultur

Karnevalsauftakt am Rhein

Der 11. November ist in den deutschen Karnevalshochburgen Auftakt und Vorgeschmack auf die "Fünfte Jahreszeit". In Köln, Mainz und Düsseldorf geben die Narren heute den Ton an.

Jedes Jahr wird am 11.11. um 11 Uhr 11 der Karneval eingeläutet, der im Februar beim Straßenkarneval seinen Höhepunkt hat. Den größten Andrang hat die Party im karnevalsverrückten Köln. Bei milden Temperaturen haben sich auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt gut 70.000 Jecke eingefunden, um den Start in die Session 2014/2015 zu feiern. Beim zehnstündigen Bühnenprogramm treten nicht nur alle wichtigen Kölner Bands und Stars der Karnevalsmusik auf, sondern auch das Kölner Dreigestirn, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau, sowie der Oberbürgermeister und die großen Köpfe der Kölner Karnevalsgesellschaften. In vielen Kölner Kneipen wird an diesem Dienstag bis spät in die Nacht gefeiert. Das Motto in diesem Jahr lautet "social jeck – kunterbunt vernetzt" und zeigt, dass Internet und soziale Medien nun auch im traditionellen Kölner Karneval angekommen sind.

Hoppeditz und Schwellköpp

Auch Düsseldorf startet mit einem großen Fest in die Session: Auf dem Marktplatz feiert das närrische Volk das Erwachen des Erzschelms "Hoppeditz". Der klettert aus einem Fass und hält den Düsseldorfern eine bitterböse Eröffnungsrede. Auch hier gibt es ein Bühnenprogramm mit Düsseldorfer Karnevalskapellen und anschließenden Kneipenpartys.

In Mainz hat der traditionelle "Mainzer Carneval-Verein" (MCV) das närrische Grundgesetz verkündet. Tausende Karnevalisten konnten den Sternenmarsch der Garden verfolgen, sowie das Auftauchen der "Schwellköpp", die Figuren mit den riesigen Köpfen, die zum Wahrzeichen des Mainzer Karnevals geworden sind.

Die Zahl 11

In Köln ist die Zahl 11 nahezu heilig. Sie steht für die elftausend Jungfrauen, die der Legende nach im fünften Jahrhundert n. Chr. vor den Toren Kölns von Hunnen getötet wurden. Symbolisch dafür sind im Kölner Stadtwappen elf Tränen abgebildet. Nicht nur in Köln hat die 11 eine besondere Bedeutung. Die gilt seit dem Mittelalter als Narrenzahl – immerhin ist es die kleinste Schnapszahl, dazu noch die kleinste zweistellige Primzahl. Im Christentum gilt die 11 als Sinnbild für Sünde: Es ist die Zahl zwischen den heiligen Zehn Geboten und den ebenso heiligen Zwölf Aposteln. Vom 11.11. bis zur Wintersonnenwende am 21.12. sind es genau 40 Tage. Und die Zeitspanne von 40 Tagen spielt in der Bibel eine große Rolle.

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