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Landeskunde

Karnevals-Glossar

Ob Nubbelverbrennung, Tanzmariechen, Stunksitzung oder Strüßcher – in diesem Glossar erklären wir Ihnen alle Vokabeln, die Sie benötigen, um den Karneval zu verstehen. Danach können Sie sich problemlos ins Karnevalstreiben stürzen.

Alaaf – der kölsche Karnevalsgruß. Niemals verwenden sollte man in Köln die Düsseldorfer Entsprechung "Helau".

Aschermittwoch – Der Tag nach Karneval. Am Aschermittwoch wird traditionell Fisch gegessen. Danach beginnt die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern.


Büttenrede – Eine lustige, oft gereimte Rede, die auf Karnevalssitzungen gehalten wird. Der Redner stand dabei früher in der "Bütt", einer Art Wanne


Dreigestirn – Der Karnevalsprinz, die Jungfrau und der Bauer. Alle drei – auch die Jungfrau – werden in Köln von einem Mann dargestellt. In einigen anderen Städten gibt es nur ein Prinzenpaar und die Partnerin des Prinzen ist dort oft eine Frau.

Elferrat – das elfköpfige Komitee, das bei den großen Karnevalssitzungen auf der Bühne sitzt. Ein Mitglied des Elferrats ist der Karnevalspräsident, der in der Mitte sitzt.

Funkemariechen, Tanzmarie – Tänzerin bei den → Traditionskorps. Das Tanzmariechen tritt in der Regel als einzige Frau mit einer Gruppe von Männern auf.

Geisterzug – ein alternativer Karnevalszug, der im Dunkeln stattfindet.

Jecken – eine Bezeichnung für die Karnevalisten

Kamelle – Kölsch für Bonbons, die beim Karnevalszug in die Menge geworfen werden

Nubbel – Eine mit Stroh gefüllte Puppe, die am → Veilchendienstag abends verbrannt wird. Dem Nubbel gibt man die Schuld an allem, was man selber über die Karnevalstage gemacht hat.

Rosenmontagszug – der größte Kölner Karnevalszug, der am Karnevalsmontag quer durch die Innenstadt zieht. In den einzelnen Stadtvierteln gibt es kleinere Veedelszüge. Am Karnevalssonntag findet auf der Strecke des Rosenmontagszugs der Schul- und Veedelszug statt: Hier laufen alle Veedelszüge und die Kölner Schulen mit.

Stippeföttche – zwei Männer im Soldatenkostüm reiben ihre Hintern aneinander. Früher machte man sich damit über die napoleonischen Soldaten lustig.

Strüßcher – kölsch für kleine Blumensträuße, die beim Karnevalszug in die Menge geworfen werden

Stunksitzung – eine alternative Karnevalssitzung, die kritischer und politischer ist als die traditionellen Karnevalssitzungen

Traditionskorps – die traditionellen Karnevalsvereine, die militärische Kostüme mit Säbel und Reiterstiefeln tragen. Ihre Uniform ist denen der napoleonischen Soldaten nachempfunden. Ursprünglich machte man sich so im 19. Jahrhundert im Karneval über die französischen Besatzer des Rheinlandes lustig.

Veilchendienstag – der letzte Karnevalstag

Weiberdonnerstag, Weiberfastnacht – Der Auftakt des Straßenkarnevals. Verkleidete Frauen schneiden die Krawatten der Männer ab. In manchen Städten stürmen sie die Rathäuser.




Autorin: Raphaela Häuser

Redaktion: André Moeller

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