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Aktuell Amerika

Karl Lagerfeld bringt Chanel-Mode auf die Straßen Havannas

Es war eine Revolution der besonderen Art: Auf einem Strandboulevard in Havanna fand die erste Chanel-Modenschau Kubas statt.

Kubanisch angehaucht mit Sombreros und in den Farben der Insel liefen die Models am Dienstagabend für das französische Modehaus über den Open-Air-Laufsteg. Prominente Zuschauer wie die Schauspieler Tilda Swinton und Vin Diesel.

Nur wer eine Einladung für das Modespektakel hatte, durfte sich die Kollektion für 2016/17 ansehen - viele Kubaner mussten von Weitem aus zuschauen. Auf den Balkonen und Terrassen in der Nähe des Boulevards drängten sich die Menschen, um einen Blick auf die Show zu erhaschen. Sie bildeten dabei in Shorts und T-Shirts den Gegenentwurf zum Chanel-Glitzer.

"Endlich öffnet sich die Welt für Kuba"

Der Paseo del Prado liegt in einem ärmlichen Viertel von Havanna. "Endlich öffnet sich die Welt für Kuba", sagte Mariela Castro, Tochter von Staatschef Raúl Castro und bekannte Homosexuellen-Aktivistin. "Jeder möchte von der verbotenen Frucht kosten. Alle wollen Kuba entdecken und genießen." Nach der halbstündigen Show zeigte sich Karl Lagerfeld selbst auf dem Laufsteg - wie gewohnt in dunklem Anzug, gepudertem Zopf und Handschuhen.

Die Chanel-Modenschau reiht sich ein in eine Serie internationaler Veranstaltungen, seit sich die kommunistische Insel diplomatisch, politisch und kulturell öffnet. Die USA und Kuba hatten Ende 2014 eine Normalisierung ihrer Beziehungen eingeleitet.

Erst im März hielt sich US-Präsident Barack Obama zu einem historischen Besuch in Kuba auf.

mm/sc (afp, rtr)

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