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Ostmitteleuropa

Kann Urgans Armee NATO-Auflagen erfüllen?

- Verteidigungspolitiker warnt vor großen Versprechungen

Budapest, 12.8.2002, BUDAPESTER ZEITUNG, deutsch, Fanny Facsar

Das ungarische Verteidigungswesen kann nicht die Auflagen der NATO zum fristgemäßen Ausbau der ungarischen Armee erfüllen. Das glaubt József Bali, stellvertretender Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Ziel sollte es sein, nur solche Auflagen zu akzeptieren, die die Nation im erforderlichen Zeitraum auch erfüllen kann. Den Erwartungen von Brüssel habe Ungarn nur in Bezug auf die Unterstützung der NATO-Truppen in Krisengebieten Genüge getan.

Die Leistungen der ungarischen Soldaten seien vom Bündnis allerdings harscher Kritik unterworfen worden. Diese beinhaltet in erster Linie, dass der Einsatz der ungarischen Streitkräfte innerhalb des Bündnisses nur mittelmäßigen Charakter aufweist. Laut Bali habe sich Ungarn bereits in der Anfangsphase nach dem Beitritt mit vielen Versprechungen übernommen, für die es keine finanzielle Basis gegeben habe und die deshalb nicht erfüllt werden konnten.

Seitdem hat die Nation nur noch solche Engagements übernommen, die auch finanziell ausreichend unterstützt wurden. Die Folge war: Nur jeder vierte Punkt auf der NATO-Liste, die 100 Punkte in bezug auf die Entwicklung des Verteidigungswesens beinhaltet, konnte von der ungarischen Armee erfüllt werden. Ziel ist es nun, so Bali, nur noch solche Versprechungen zu machen, die auch tatsächlich umgesetzt werden, um auf diese Weise die Glaubwürdigkeit der ungarischen Streitkräfte wiederherzustellen. Die Regierung hat hierzu festgelegt, die Ausgaben für die Landesverteidigung, die bis dato 1,81 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, auf zwei Prozent aufzustocken - der NATO-Durchschnitt liegt bei 2,1 Prozent. (fp)

  • Datum 13.08.2002
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