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Ski alpin

Kanadier Guay siegt im Super G

Erik Guay überrascht die gesamte Konkurrenz und setzt sich auf anspruchsvoller Strecke vor dem Norweger Kjetil Jansrud durch. Auf Rang drei folgt der nächste Kanadier. Der beste Deutsche wird Siebter.

Der "Altmeister" düpiert die Favoriten und gewinnt WM-Gold: Erik Guay fand bei der Ski-WM in St. Moritz im Super-G die schnellste Linie und setzte sich auf der anspruchsvollen "Corviglia" vor dem norwegischen Olympiasieger Kjetil Jansrud (0,45 Sekunden Rückstand) durch. Bronze ging an Guays Teamkollegen Manuel-Osborne-Paradis (0,51), der sich damit an seinem 33. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk machte. Auch für Guay war der WM-Sieg ein unerwarteter Erfolg. Der Abfahrtsweltmeister von 2011 hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen und gehörte in St. Moritz nicht zum Favoritenkreis. 

Der 35-Jährige war bei der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen vor eineinhalb Wochen noch schwer gestürzt. "Ich bin schon glücklich, gesund und froh, überhaupt hier zu sein", sagte Guay daher beim Siegerinterview. "Die ganzen Geschichten mit den Verletzungen kommen mir wieder in den Sinn, der Sturz zuletzt, aber ich wollte das alles vergessen." Das gelang und nun ist Guay der älteste Weltmeister der alpinen Ski-Geschichte. Er entriss diesen Rekord Titelverteidiger Hannes Reichelt aus Österreich, der wie zahlreiche hoch gehandelte Rennläufer zu den Geschlagenen zählte. Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich fuhr an einem Tor vorbei, die Schweizer Hoffnung Beat Feuz kam nicht unter die besten Zehn.

Der beste deutsche Fahrer, Andreas Sander, zeigte eine gute Leistung und belegte am Ende mit 0,97 Sekunden Rückstand Platz sieben. Josef Ferstl (2,84) hatte bei schwierigen Verhältnissen mit "flachem Licht" Probleme und kam nicht in die Top 20. "Vielleicht habe ich zu viel gewollt", sagte er: "Verbockt, fertig, Punkt." WM-Debütant Thomas Dreßen (Mittenwald) schied aus.

asz/ck (dpa, sid)

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