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Aktuell Amerika

Kanadas Polizei verhindert Blutbad

Kanadas Behörden sind nach den Terroranschlägen vom Oktober in Ottawa besonders wachsam. Jetzt haben sie ein Blutbad in Halifax verhindert - ein islamistischer Hintergrund wird aber ausgeschlossen.

Offenbar wollte ein 19-jähriger Kanadier zusammen mit einer jungen Frau aus den USA auf einem öffentlichen Platz zahlreiche Menschen töten. Das teilte die Polizei in der Provinz Nova Scotia mit. Die Polizei nahm noch zwei mögliche Mittäter fest. Die Verdächtigen sollen aber nicht aus dem islamistischen Milieu stammen.

Die Behörden teilten mit, sie hätten am Donnerstag einen Tipp bekommen. Es sei von einer "ernsten Bedrohung" die Rede gewesen. Der 19-jährige Kanadier wurde dann am Freitag am Stadtrand von Halifax tot in einer Wohnung aufgefunden. Die 23-jährige US-Bürgerin aus dem Bundesstaat Illinois sei kurz darauf zusammen mit einem 20-jährigen Mann am Flughafen von Halifax, einer knapp 400.000-Einwohnerstadt im Westen Kanadas, festgenommen worden. Ein 17-Jähriger wurde ebenfalls von der Polizei gefasst.

Mutmaßliche Täter wohl nicht islamistisch motiviert

Es handele sich um "eine Gruppe von Einzelpersonen", die sich darüber einig gewesen seien, ein "schreckliches" Verbrechen zu begehen und sich dann selbst zu töten, sagte Polizeichef Brian Brennan. Die Verdächtigen hätten "Zugang zu Schusswaffen" gehabt. Die Waffen und Geld seien beschlagnahmt worden. An welchem Ort genau das Blutbad angerichtet werden sollte und wo die Tat geplant wurde, teilte die Polizei nicht mit. Die Ermittler gehen nach Angaben des Polizeichefs davon aus, dass sie alle Verdächtigen gefasst haben und keine Gefahr mehr besteht. Nach weiteren Verdächtigen werde momentan nicht gefahndet, sagte Brennan.

In Kanada hatten im Oktober zwei Islamisten bei zwei Angriffen zwei Soldaten getötet, einer der Angreifer drang zudem ins Parlament ein, wo ihn Sicherheitskräfte erschossen. Die Regierung will nun die Anti-Terror-Gesetze verschärfen.

chr / SC (afp, dpa)

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