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Aktuell Amerika

Kanada trauert: Schüsse in der Schule

An einer Schule in Kanada sind bei einer Schießerei vier Menschen getötet worden. Außerdem gab es noch zwei Verletzte. Die Hintergründe der Tat an der High School sind noch unklar.

Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im schweizerischen Davos gab Kanadas Premierminister Justin Trudeau Einzelheiten bekannt. Danach hat ein Bewaffnter an der Schule (Artikelbild) um sich geschossen, vier Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt. Trudeau sprach von einem "schrecklichen und tragischen Tag". Der mutmaßliche Schütze sei gefasst worden, teilte der Premier mit.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau

Premierminister Justin Trudeau bei der Pressekonferenz in Davos

Zeugen beschrieben den mutmaßlichen Schützen als "Jungen", der rmöglicherweise ein ehemaliger oder aktueller Schüler sei.

"School shooting reported in Saskatchewan, Canada", lautete die erste Eilmeldung um 22.20 MEZ - gesendet von der Nachrichtenagentur Reuters, die sich anschließend auf den TV-Sender CBC und auf lokale Behörden bezog. Auf ersten Fotos, die über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet wurden, sah das Szenario eher ruhig aus.

Die Polizei bat besorgte Eltern darum, nicht zur Schule zu kommen. Das Gelände wurde abgeriegelt. Die abgelegene Ortschaft La Loche liegt etwa 600 Kilometer nördlich von Saskatoon in der Provinz Saskatchewan im geografischen Zentrum des Landes. Sie grenzt an ein Gebiet des indigenen Stamms der Clearwater River Dene. Die Schule besuchen etwa 900 Schüler vom Vorschulalter bis zur zwölften Klasse.

Teddy Clark, Häuptling der Clearwater River Dene Nation, sagte der Lokalzeitung "Star Phoenix": "Die Gemeinde rückt bei Ereignissen wie diesen normalerweise sehr eng zusammen." Viele Menschen stünden unter Schock. Über das Alter der Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

"Ich bin aus der Schule gerannt", berichtete ein Zehntklässler dem Sender CBC News. "Viele haben geschrien, es fielen sechs oder sieben Schüsse, bevor ich es nach draußen schaffte. Ich glaube, es fielen mehr Schüsse, als ich draußen war."

Erste Statements

In einem ersten Statement erklärte der Regierungschef der Provinz Saskatchewan, Brad Wall: "Worte können meinen Schrecken und meine Sorgen nicht beschreiben angesichts des schrecklichen Geschehens heute in La Loche. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ihren Familen und Freunden und allen Bewohnern der Gemeinde."

ml/haz (rtr, ap, afp)