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Podcast Wirtschaft

Kampfansage an DHL (19.03.2012)

Kampfansage - US-Paketdienst UPS will TNT übernehmen +++ Kontrolle - Die EU will Schattenbanken regulieren +++ HELIOS - führt ein deutsch-griechisches Photovoltaik-Projekt zum Ende des Solarstrom-Booms in Deutschland?

Audio anhören 15:09

Wirtschaft (19.03.2012 / mp3)

Übernahme

Am Montagmorgen schien endlich in trockenen Tüchern, was sich in den letzten Tagen schon angekündigt hatte: Der weltgrößte Paketzusteller, die amerikanische UPS aus Atlanta/Georgia, will den niederländischen Paketauslieferer TNT Express übernehmen. Beim ersten Angebot hatten sich die Niederländer noch geziert, doch als UPS das Angebot auf über fünf Milliarden Euro erhöht hat, wurden sie weich.

Wenn der Deal tatsächlich so über die Bühne gehen sollte, wäre das eine klare Kampfansage an die DHL, die Paket-Tochter der Deutschen Post. TNT hat bereits einen Marktanteil von 18 Prozent am Europageschäft, vor der DHL, die nur 15 Prozent des Marktes abdeckt. Durch die Übernahme von TNT durch UPS könnte die DHL beim Kampf auf dem wichtigen europäischen Markt ins Hintertreffen geraten.

Mehr Kontrolle

Die Europäische Union will eine Regulierung für Investmentfonds und andere sogenannte Schattenbanken aufbauen, um den europäischen Finanzmarkt krisenfester zu machen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier startete dazu am Montag öffentliche Beratungen, auf die später ein Gesetzesentwurf folgen soll. Die Selbstkontrolle funktioniere nicht, so begründete Barnier seine Initiative. Alle Finanzakteure müssten sich darauf einstellen, öffentlich beaufsichtigt zu werden.

Strom aus Griechenland

In dieser Woche will das griechische Parlament die Gründung eines staatlichen Unternehmens beschließen, das das so genannte Projekt HELIOS verwirklichen soll. HELIOS soll in der Endphase ab 2020 rund zehn Gigawatt Solarstrom produzieren - und zwar ausschließlich für den Export - unter anderem nach Deutschland. Aus Deutschland stammt auch die Idee, und aus Deutschland sollen die meisten Investoren kommen. Das Ganze hat nur einen kleinen Haken: Deutschland und Griechenland müssen einen wettbewerbsfähigen Abnahmepreis vereinbaren, damit sich das Projekt rechnet. Das aber könnte das Ende des Solarbooms hierzulande bedeuten.

Moderation: Rolf Wenkel

Redaktion: Dirk-Ulrich Kaufmann

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