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Kultur

Kampf um Einzug in den Bundestag

Einen Bundestagswahlkampf der etwas anderen Art liefern sich die Hersteller der Computer-Betriebssysteme Windows und Linux. Es geht um die entscheidende Frage: Was darf auf die Computer im Bundestag aufgespielt werden?

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Pinguin Tux, das Linux-Maskottchen

Mit zunehmend hartem Einsatz kämpfen Windows-Hersteller Microsoft und die hinter Linux stehende Open-Source-Bewegung darum, welches System künftig auf den 5.000 Computern im Bundestag installiert sein soll. Eine eigentlich rein technische Frage ist zum Politikum geworden.

Hop oder Top

Bisher ist auf den Rechnern von Abgeordneten und der Verwaltung das Microsoft-System Windows NT 4.0 installiert. Weil Microsoft Ende 2002 den Support für dieses 1996 eingeführte System einstellen will, musste sich der Bundestag rechtzeitig nach einem neuen System umschauen. Zur Wahl stehen Windows XP und das freie Betriebssystem Linux. Die Entscheidung zwischen diesen so unterschiedlichen Systemen trifft der Ältestenrat nach einer Empfehlung der Kommission für Informations- und Kommunikationstechnik (IuK).

Nach ausführlichen Tests der beiden Systeme und einer Studie des Kölner Unternehmensberaters Infora soll über eine Empfehlung entschieden werden. Die IuK-Kommission wird dazu Ende Februar (vermutlich am 21. oder am 28. Februar) zu einer vorentscheidenden Sitzung zusammenkommen. Die letzte Entscheidung treffen dann die 30 Mitglieder des Ältestenrates unter Vorsitz von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.

Ist Freie Software demokratischer?

Seit Herbst beharken sich die beiden Interessengruppen mit Offenen Briefen. Jetzt aber hat die Debatte mit der Internet-Initiative bundestux.de eine neue Schärfe erhalten. Es sei "geradezu die Pflicht eines demokratischen Staates, auf Freie Software zu setzen", erklären die 33 Erstunterzeichner, unter ihnen Bundestagsabgeordnete aus CDU, SPD und Grünen. "Nur Freie Software ermöglicht durch den offen zugänglichen Quellcode eine gesellschaftliche Überprüfung und Verbesserung von Programmen."

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