Kampf um die Arktis | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 16.02.2018
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Kampf um die Arktis

Seit Jahren zieht sich das Eis der Arktis immer mehr zurück und gibt wertvolle Rohstoffe frei. Die Anrainerstaaten bringen sich in Stellung, der Kampf um die gigantischen Ressourcen spitzt sich zu. Die Folgen für Mensch und Tier dort sind dramatisch.

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Der Kampf um die arktischen Rohstoffe spitzt sich zu. Die Anrainerstaaten bringen sich in Stellung, erkunden und sichern sich die besten Plätze für die Rohstoffförderung. Russland hat bereits hochmoderne Atomeisbrecher in Betrieb. Mit der "Songa Enabler", einer hochmodernen Bohrplattform, die für den arktischen Betrieb ausgelegt wurde, lässt das Unternehmen Statoil Probebohrungen durchführen - die nördlichste Bohrung der Welt. Man hofft auf gigantische Ressourcen. Sollte dies stimmen, dann könnte Norwegen zur führenden Ölnation weltweit werden. Die Grenzen in der Arktis sind längst noch nicht festgeschrieben und ein Rohstoffkrieg noch nicht abgewendet. Für die Tiere der Arktis, darunter Robben und Eisbären, hat das schmelzende Meereis schwerwiegende Folgen. Sie verlieren ihre Lebensräume, die Suche nach Nahrung wird zunehmend schwierig. Zudem wird Müll, der sich in der Arktis sammelt, nur sehr langsam abgebaut und vergiftet die Tierwelt. Seevögel und Wale verenden an dem unverdaulichen Plastik in ihren Mägen. Verantwortlich für den Müll in der Arktis sind vor allem internationale Fischtrawler. Früher war das Eis eine natürliche Barriere. Nun können die Trawler immer leichter ins Eismeer vordringen und somit größere Mengen fischen. Eine Überfischung ist programmiert. Mit ihren riesigen Schleppnetzen zerstören die industriellen Fischtrawler zudem den arktischen Meeresboden, einen wichtigen Lebensraum. Umweltschutzorganisation wie Greenpeace prangern seit Jahren die Probleme an, die durch Fischerei und Rohstoffförderung in der Arktis entstehen.