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Ostmitteleuropa

Kampf gegen Geldwäsche

– Welche Anstrengungen unternimmt Ungarn, um von der schwarzen Liste gestrichen zu werden?

Budapest, 21.3.2002, PESTER LLOYD, deutsch

FATF (Financial Action Tasc Force - Spezielle Kommission der Industrienationen, die weltweit gegen illegale Geldströme auftritt - MD)-Präsident Clarie Lo würdigt die Anstrengungen der ungarischen Regierung im Kampf gegen die Geldwäsche. Das zeigte sich bei einem Gespräch mit Finanzminister Mihály Varga in Budapest. Ungarn hofft, im Juni von der schwarzen Liste der Geldwäscherländer genommen zu werden.

Im Mai wird eine Arbeitsgruppe der FATF die Durchführung des ungarischen Gesetzes gegen die Geldwäsche überprüfen. Diese Gruppe wird auf der Plenartagung der Organisation im Juni eine Empfehlung geben, ob Ungarn von der Liste gestrichen werden kann. Auf dieser schwarzen Liste sind jene Länder aufgeführt, die im internationalen Kampf gegen die Geldwäsche keine ausreichende Kooperativität an den Tag legen.

Nach Ansicht des Regierungsbeauftragten im Kampf gegen die Geldwäsche, László Balogh, bestehen gute Chancen dafür, dass Ungarn eine gute Empfehlung erhält. Clarie Lo habe gegenüber dem Finanzminister vornehmlich die Praxis der anonymen Einlagen beanstandet. Dieses Defizit wurde mit dem seither in Kraft getretenen Gesetz jedoch aus der Welt geschafft, so dass nur die Kontrolle der Ausführung bleibt. Insgesamt zeige sich die FATF mit den ungarischen Regelungen zufrieden.

Sollte im Juni noch keine positive Entscheidung für Ungarn getroffen werden, besteht die nächste Möglichkeit, von der unangenehmen Liste genommen zu werden, erst im Oktober. Auf der schwarzen Liste befindet sich Ungarn in illustrer Gesellschaft von Russland, der Ukraine, den Philippinen, Ägypten, Nigeria, Israel, Indonesien, dem Libanon, Myanmar, den Cook-Inseln, Dominica, Grenada, Guatemala, Marshall-Inseln, Niue, St. Kitts und Nevis sowie St. Vincent und Grenadines. (fp)

  • Datum 21.03.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/21FS
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