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Wirtschaft

Kampf der Giganten in der IT-Branche

IBM, Intel und Yahoo haben ihre Geschäftsberichte für das erste Quartal vorgestellt. Während IBM weiter wächst, sind die Prognosen bei Intel und Yahoo verhalten.

Ein Hand auf einer Tastatur. Im Hintergrund sind einser und Nuller in grüner SChrift auf einen Wand projeziert.

Im Vordergrund eine Wand mit dem Schriftzug Yahoo!. Dahinter zwei graue Hochhäuser

Das Hauptquartier von Yahoo in Kalifornien

Seinen Platz als weltgrößter Computerkonzern musste die International Business Machines Corporation (IBM) vergangenes Jahr an Hewlett-Packard (HP) abgeben. Die Chancen, ihn zurück zu erobern, stehen jedoch gut. Im ersten Quartal des Jahres wachsen die Gewinne bei IBM traditionell eher langsam. Dieses Jahr war das aber völlig anders. Der amerikanische Computerdienstleister hat in den Monaten Januar bis März 22 Milliarden Dollar umgesetzt und einen Gewinn von 1,84 Milliarden Dollar erwirtschaft, teilte das Unternehmen am Dienstag (17.4.2007) nach Börsenschluss mit. Er stieg gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres um acht Prozent.

Der gute Umsatz war vor allem den Steigerungen des Softwarebereichs und der Dienstleistungssparte zu verdanken. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen fast fünf Milliarden Dollar für Zukäufe ausgegeben, die die Software-Sparte sanieren sollten. Die Investitionen zeigen nun ihre Wirkung. Der Umsatz des Software-Sektors stieg um neun Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Nur einen Prozent weniger Umsatz, also acht Prozent, verzeichnete die Dienstleistungssparte. Der mit Abstand größte IBM-Geschäftsbereich erwirtschaftete 12,5 Milliarden Dollar. Die Sparte, die Großrechner, Server und Chips anbietet, stieg um nur zwei Prozent.

Gewinnsteigerungen, aber Umsatzeinbußen beim Chiphersteller Intel

Auf einem sehr breiten Computergehäuse steht ien kleiner Monitor, der noch Drehknöpfe hat. Die Tastaur hat sich im Vergleich zu heute wenig verändert. Quelle: AP

Der erste IBM-Computer von 1981

Auch die Geschäftszahlen von Intel belegen, dass das Geschäft mit den Chips nicht mehr so rosig ist wie einst. Der weltgrößte Chiphersteller konnte seinen Gewinn zwar um 19 Prozent von 1,36 Milliarden auf 1,6 Milliarden Dollar steigern. Darin enthalten sind jedoch Steuerrückzahlungen von 300 Millionen Dollar. Der Umsatz schrumpfte um ein Prozent auf 8,85 Milliarden Dollar.Das Unternehmen konnte die rückläufigen Absatzzahlen durch die geringeren Produktionskosten ausgleichen. Seit September 2006 ist Intel auf Sparkurs. Es hat nicht nur eine kostengünstigere Variante der Chipherstellung entwickelt, sondern auch 10.500 Menschen, das sind fast zehn Prozent der Belegschaft, entlassen.

Die Prognose für das zweite Quartal fällt pessimistisch aus. Intel erwartet, dass der Unternehmensgewinn nur zwischen 8,2 und 8,8 Milliarden Dollar betragen wird. Die Prognosen für die Gewinnmargen für das Gesamtjahr 2007 hob das Unternehmen jedoch von 50 auf 51 Prozent an. Die positiven Aussichten sind auf das Vorhaben zurückzuführen, noch im laufenden Jahr 40 Prozent schnellere Prozessoren auf den Markt zu bringen. Damit will Intel wohl dem Rivalen Advanced Micro Devices (AMD) zuvorkommen. Deren Geschäftszahlen sollen am Donnerstag veröffentlicht werden.

Zweifel, ob sich Yahoo gegen Google durchsetzen kann

Eine Platine aus dem inneren eines Computers mit der üblichen Sammlung an Chips und Verdrahtungen.

Mittlerweile nutzt auch Apple Intel Chips

Einen ähnlichen Wettkampf, jedoch im Internetgeschäft, liefern sich auch Yahoo und Google. Allerdings lässt der Quartalsbericht von Yahoo daran zweifeln, dass Yahoo es schaffen wird Google einzuholen. Trotz einer Umsatzsteigerung um sieben Prozent auf 1,67 Milliarden Dollar nahm der Gewinn des Unternehmens um elf Prozent von 160 auf 142 Millionen Dollar ab. Yahoo hatte im Februar ein neues Programm für Internetwerbung namens "Panama" eingeführt, das sich jedoch langsamer als erwartet etabliert hatte.

Die Umsatzprognosen für April bis Juni bleiben zurückhaltend: auf nur 1,2 bis 1,3 Milliarden Dollar wird der zu erwartende Gewinn geschätzt - trotz zahlreicher neuer Projekte von Yahoo, wie zum Beispiel Bündnissen mit Zeitungen und TV-Studios oder die Einführung von PayPal Express. Der Konkurrent Google expandiert seit Jahren erfolgreich. Sein neuester Coup: der Kauf von DoubleClick, einer Firma für so genannte Display-Werbung, wie zum Beispiel Banner. Google würde damit unanfechtbar die Führung in der Internetwerbung übernehmen. Das Unternehmen will ebenfalls am Donnerstag seine Quartalszahlen vorstellen. (pcv)

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