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Aktuell Kultur

Kamera-Ikone Gordon Willis ist tot

Er stand für die Starregisseure Woody Allen oder Francis Ford Coppola hinter der Kamera. Filmklassikern wie "Der Pate" oder "Manhattan" gab er eine unverwechselbare Optik. Jetzt ist Gordon Willis mit 82 Jahren gestorben.

"Gordy war ein riesiges Talent und einer der wenigen Menschen, die mit all dem Hype um sie herum gut leben können", so Woody Allen in einer ersten Stellungnahme. Mit ihm drehte Gordon insgesamt acht Filme, darunter 1977 den "Stadtneurotiker" mit Diane Keaton in der Hauptrolle.

Vielen Hollywood-Filmen in den 1970er und 80er Jahren, daunter Alan J. Pakulas "Klute" (1971) und "Die Unbestechlichen" (1976), drückte Willis mit seinen Bildern, Farben und seinem speziellen Umgang mit Licht und Schatten seinen unverweschelbaren Stempel auf. Woody Allens filmische Botschaften verstärkte er mit visuellen Elementen, bei Coppolas "Paten" setzte er mit warmen Farbtönungen und Schatten das perfekte Set für Marlon Brando als Mafiaboss Don Corleone. "Er war ein einzigartig brillanter, aber auch jähzorniger Mann. Ein filmisches Genie mit einer präzisen Ästhetik, von dem ich eine Menge gelernt habe", sagte Regisseur Francis Ford Coppola.

Willis drehte 1997 mit "Vertrauter Feind" (Regie: Alan J. Pakula) seinen letzten Film - 2009 erhielt er den Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

Szene aus Der Pate, USA 1972, Regie: Francis Ford Coppola

Szene aus "Der Pate"

Bereits am Sonntag abend (18.05.2014) ist der Kameramann in Massachusetts gestorben. Die Ursache für seinen Tod ist noch nicht bekannt.

sw/ld (reuters, dpa)