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Kultur

Kambodschanische Nationalschätze erstmals in Deutschland

In der Bonner Bundeskunsthalle ist ab Freitag (15.12.2006) die erste große Ausstellung kambodschanischer Nationalschätze in Deutschland zu sehen. Die Schau "Angkor - Göttliches Erbe Kambodschas" zeigt 140 Steinplastiken, Bronze- und Holzfiguren sowie Silberarbeiten und Malereien. Erstmals werden nicht nur Objekte aus dem Nationalmuseum in der Hauptstadt Phnom Penh, sondern auch aus kleineren Museen in den Provinzen Kambodschas ausgestellt. Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben aus Berlin und Paris.

Angkor ist berühmt durch seine riesigen Tempelanlagen, die im 9. Jahrhundert in der Tiefebene des Großen Sees (Tonle Sap) entstanden. Der erste Tempelberg aus Stein wurde als magisch-religiöses Zentrum des Khmer-Reiches geweiht. Bis ins 13. Jahrhundert blieb Angkor blühendes Herrschaftszentrum. Die ältesten in der Ausstellung präsentierten Kunstwerke sind aus dem Süden und Nordosten des heutigen Kambodscha stammende buddhistische und hinduistische Steinskulpturen aus dem siebten und achten Jahrhundert. Eines der bedeutendsten gezeigten Werke ist die 400 Kilogramm schwere Bronzefigur des Gottes Vishnu aus dem 11. Jahrhundert. Die Ausstellung ist bis zum 9. April 2007 zu sehen. Zur Eröffnung am Donnerstag war neben Bundespräsident Horst Köhler der kambodschanische König Norodom Sihamoni eingeladen.