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Reise

Kambodscha: Keine nackte Haut im Tempel

Nach mehreren Nacktfoto-Skandalen sollen Touristen in Kambodscha nicht länger knapp bekleidet durch die berühmte Tempelanlage Angkor Wat spazieren dürfen. Wer sich nicht daran hält, wird ab 4. August abgewiesen.

Wie die für Angkor Wat zuständige Behörde mitteilte, werden künftig Besucher mit "zu freizügiger" Kleidung die Tempelanlage nicht mehr betreten dürfen. Als zu freizügig werden nach Angaben eines Sprechers sehr kurze Hosen und Röcke oder rückenfreie T-Shirts gewertet. Besucherinnen müssen zudem einen BH tragen.

Angkor Wat sei "ein heiliger Ort der nationalen und kulturellen Seele", heißt es in der Anordnung, die mit Fotos von knapp bekleideten westlichen Touristen illustriert ist - darunter eine Frau, die nur in T-Shirt und Unterwäsche durch die Tempelanlage läuft.

Mit der neuen Kleiderordnung werde von den Touristen Respekt vor "unserer schönen Kultur und Tradition" verlangt, sagte Behördensprecher Long Kosal. Im vergangenen Jahr waren in Angkor Wat mehrere ausländische Touristen festgenommen worden, die in der Tempelanlage Nacktfotos von sich gemacht hatten. Sie wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt und mussten das Land verlassen.

In Angkor Wat sind die Überreste aus den verschiedenen Hauptstädten des Khmer-Imperiums zu bewundern, das vom neunten bis zum 15. Jahrhundert bestand. Mit mehr als zwei Millionen Besuchern allein im vergangenen Jahr ist die Anlage, die auf der Welterbeliste der Unesco geführt wird, der wichtigste Touristenmagnet des Landes.

is/at (AFP)