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Wissen & Umwelt

Kaffee hält das Herz gesund

Na, wie viele Kaffeebohnen sind wohl auf diesem Bild zu sehen? Unzählige. Stimmt! Und etwa genauso viele Ansichten dürfte es wohl auch über die gesundheitlichen Auswirkungen von Kaffee geben. Hier die neueste.

Video ansehen 02:32

Kaffee - Gesundmacher aus Bohnen

Kaffee beugt Alzheimer und Krebs vor, hilft gegen Migräne, verursacht Bluthochdruck... das sind nur

einige Meinungen und Mythen

über das beliebte Heißgetränk.

Nun gibt es eine neue Studie,

erschienen im Fachblatt "Heart"

, die zwar weder die vorherigen Annahmen belegt, noch ausschließt - dafür aber eine ganz neue Behauptung aufstellt:

Nach der Studie des Kangbuk Samsung Hospital in Südkorea hilft Kaffeetrinken, der Verstopfung von Arterien vorzubeugen. Drei bis fünf Tassen pro Tag sollen genügen.

Im Rahmen ihrer Untersuchung überwachten die Wissenschaftler über 25.000 Angestellte, die sich dafür medizinischen Tests am Arbeitsplatz unterzogen. Diejenigen, mit mäßigem Kaffeekonsum - also den oben erwähnten drei bis fünf Tassen pro Tag - zeigten weniger Anzeichen für Herzerkrankungen. Diese Erkenntnis eröffnet die Diskussion, ob Kaffee gut oder schlecht fürs Herz ist, wieder von neuem.

Denn andere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Kaffee ein Risikofaktor ist, da er für erhöhte Cholesterinwerte sorgt und den Blutdruck steigert. Handfeste Beweise gibt es nicht, auch nicht für die neueste Studie aus Südkorea.

Organspende (Foto: Emily Wabitsch dpa/lni).

Mit drei bis fünf Tassen Kaffee am Tag soll Herzerkrankungen vorbeugen können

Überraschende Verbindung

Eigentlich stand der Kaffee gar nicht im Mittelpunkt der koreanischen Studie. Die Wissenschaftler untersuchten die Ursachen für Arterienerkrankungen. Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen wollten sie genauer unter die Lupe nehmen, die zum Beispiel einen Herzinfarkt auslösen können. Denn bei solchen koronaren Herzerkrankungen werden die Arterien durch den schrittweisen Abbau von Fettmaterial verstopft.

Die Folge: Das Herz kann nicht mehr mit ausreichend sauerstoffreichem Blut versorgt werden.

Mithilfe von Scans machten die Forscher winzige Kalziumablagerungen in den Wänden der Herzkranzgefäße sichtbar, die als erster Hinweis auf Gefäßverkalkung gelten.

Bei keinem der Studienteilnehmer waren konkrete Anzeichen einer koronaren Herzerkrankung erkennbar. Aber: Mehr als einer von zehn zeigte bereits erste sichtbare Kalkablagerungen.

Die Forscher kombinierten die Ergebnisse mit dem persönlichen Kaffeekonsum eines jeden Teilnehmer, der ebenfalls dokumentiert wurde - neben anderen potenziellen Herzrisikofaktoren wie Rauchen, Bewegung oder Veranlagungen innerhalb der Familie.

Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die ein paar Tassen Kaffee am Tag tranken, hatten weniger Kalziumablagerungen als diejenigen, die überdurchschnittlich viel Kaffee - oder gar keinen - tranken.

Diese Studie könnte also eine gute Nachricht für alle Kaffeefreunde sein. Um diese Vermutung endgültig zu bestätigen, seien aber noch mehr Nachforschungen nötig, betonen die Wissenschaftler. Also heißt es doch erst wieder: Abwarten - und Tee trinken.

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