1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Künftige BND-Zentrale in Berlin unter Wasser gesetzt

Sie gilt als eine der am besten bewachten Baustellen in Deutschland: die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin. Dennoch wurden dort Wasserhähne gestohlen - bedrückend nicht nur der Sachschaden.

Diebe haben auf der Baustelle für die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin Wasserhähne gestohlen und damit das Gebäude unter Wasser gesetzt. Es sei eine größere Menge Wasser ausgetreten und über mehrere Zwischendecken gelaufen, bestätigte ein Polizeisprecher in Berlin. Wie es heißt, hatten sich der Diebstahl und der anschließende Wasserschaden bereits am Dienstag ereignet.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), das der Baustelle untersteht, bestätigte auf Anfrage den Vorfall. Die Ermittlungen liefen, sagte eine Sprecherin. Details nannte sie nicht. In Medienberichten ist von einem Schaden in Millionenhöhe die Rede. Der Bundesnachrichtendienst verwies auf das BBR.

Ein privater Sicherheitsdienst wacht über der Baustelle

Nach Angaben der Polizei gibt es keine Spuren eines Einbruchs. Die Baustelle in Berlin-Mitte wird von einem privaten Sicherheitsdienst bewacht und gilt als besonders gut gesichert. Die Polizei ermittelt nun wegen der Zerstörung von Gebäuden. Die Hintergründe und das Motiv der Täter sind unklar. Das Wasser lief laut der "Berliner Zeitung" in Kabelschächte und Zwischendecken und beschädigte die Lüftung.

Die Wasserhähne sollen gezielt in den oberen Etagen abmontiert worden sein, so dass das Wasser durch mehrere Etagen nach unten floss. Ob der Schaden Auswirkungen auf den Fertigstellungstermin der zukünftigen BND-Zentrale haben könnte, ist noch nicht absehbar.

In zwei Jahren soll der Bau fertig sein

Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass sich der komplette Umzug in die neue BND-Zentrale bis in das Jahr 2017 hinein verzögert. Als Grund wurden damals Probleme mit der technischen Ausstattung wie etwa mit Bewegungsmeldern und Sensoren, aber auch solche mit dem Lüftungssystem genannt. Zuletzt war der Bezug bis Ende 2016 vorgesehen; Baubeginn war im Oktober 2006. In der neuen Zentrale sollen einmal rund 4000 Mitarbeiter arbeiten.

haz/sc (dpa, tagesschau.de,rbb)