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Politik

König Fußball und Kanzlerin Merkel

Eigentlich hätte es die Woche der großen Entscheidungen für die Bundesregierung werden sollen. Und eigentlich hätten wir Hauptstadt-Journalisten uns dafür richtig interessieren müssen. Aber wir dachten nur an das Eine.

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Im Kollegenkreis stand man schnell im Abseits, wenn man über den Steuerzuschuss für die Krankenversicherung von Kindern reden wollte oder über die Frage, ob nun Bildungsaufgaben nun doch besser beim Bund oder den Ländern aufgehoben seien. Alles Randthemen, alles belanglos - zumindest in diesen WM-Wochen.

Was stand auf dem Zettel des deutschen Torwarts Lehmann in der Partie gegen Argentinien? War die Sperre von Frings für das Halbfinale angemessen? Hätten wir die Squadra Azurra im Elfmeterschießen bezwingen können? Das waren die Fragen, die uns wirklich bewegten.

Die Party ist vorbei - nach dem Rausch kommt der Kater. Nach dem dramatischen Last-Minute-Aus gegen Italien, dem Schock, den Tränen und dem Stolz der Deutschen auf diese junge Mannschaft richtet sich unser Blick nun in die Zukunft: Was wird aus Klinsmann? Macht er weiter? In Umfragen sind über 90 Prozent mit ihm sehr zufrieden.

Auch Spitzenpolitikern wollen, dass Klinsmann die deutsche Elf als Trainer weiter führt. Aber, und das werden wir Hauptstadt-Journalisten uns nach dem Ende der Weltmeisterschaft fragen: Was wird eigentlich aus dieser Bundesregierung? Denn nicht nur nach Klinsmann haben die Meinungsforscher gefragt, sondern auch nach der Leistung der Ministerriege. 75 Prozent der Deutschen sind von ihnen enttäuscht.