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Fußball

Köln verlängert den Karneval

Der 1. FC Köln hat den 26. Spieltag mit einem 4:0-Heimsieg gegen Hannover eröffnet. Während es im Titelkampf langweilig bleibt, steigt die Spannung im Abstiegskampf. Auch die Trainer stehen wieder einmal im Mittelpunkt.

Die Kölner Mannschaft feiert das 1:0 von Petit. (Foto: Federico Gambarini dpa/lnw)

Köln schunkelt weiter beim 4:0 gegen Hannover

Sechs Siege in den letzten sechs Heimspielen - eine solche Serie hat der 1. FC Köln zuletzt vor 24 Jahren hingelegt: 1987 unter Christoph Daum. Gegen den Überraschungs-Dritten Hannover 96 gelang den Kölnern das Traumergebnis von 4:0 (1:0). Zunächst gingen sie ein wenig glücklich durch einen Freistoß von Petit in Führung (36. Minute). Den zweiten Treffer steuerte Lukas Podolski in der 60. Minute bei, Sturmpartner Milivoje Novakovic traf in der 79. und 89. Minute mit einem Doppelpack zum 4:0-Endstand. "Wir sind schlecht in das Spiel gekommen", fand Kölns Trainer Frank Schaefer auch kritische Worte. Wir hatten keine Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir eine ganz andere Mannschaft gesehen, die sich diesen Sieg verdient hat."

Sein Hannoveraner Kollege Mirko Slomka sagte: "Wir hatten in den ersten 30 Minuten viele Chancen. Da müssen wir in Führung gehen. Dann läuft das Spiel anders. Nach dem Gegentor war es schwer. Wir hatten nichts mehr entgegenzusetzen." Zwei Tage nach Aschermittwoch feierten die Kölner Fans auf den Rängen ihren Club mit Karnevalsgesängen und der Laola-Welle. Köln klettert vorübergehend auf Platz zehn, Hannover bleibt Dritter.

Dortmund einsame Spitze

Dortmunds Nuri Sahin (r.) jubelt nach seinem Treffer mit Kevin Grosskreutz. (Foto: Ronny Hartmann/dapd)

Nuri Sahin (r.) spielt mit Borussia Dortmund eine fantastische Saison

In der oberen Tabellenregion bleibt es langweilig – mit 61 Punkten grüßt Borussia Dortmund einsam von Platz eins, hat als einziges Team noch keine Rückrunden-Niederlage kassiert und muss nun zu 1899 Hoffenheim. Das Hinspiel endete aus Dortmunder Sicht "nur" mit einem 1:1-Unentschieden. Doch das zählt nicht mehr, sagt Dortmunds Trainer Jürgen Klopp: "Wir müssen nicht in der Vorrunde irgendwie einen Riss bekommen haben, um in der Rückrunde dort gewinnen zu wollen. Das ist natürlich das erklärte Ziel." Mit einem weiteren Auswärtssieg beim Tabellen-Neunten könnte Dortmund einen Bundesliga-Rekord aufstellen: 12 oder mehr Erfolge pro Saison auf fremden Rasen gab es bisher für keinen Verein.

Abschied auf Raten für Van Gaal und Veh

Armin Veh, Trainer Hamburger SV (Foto: Axel Heimken/dapd)

Er will nicht mehr lang: HSV-Coach Armin Veh

Von allen Rekorden weit entfernt ist zurzeit der Tabellen-Fünfte FC Bayern München. Die Verantwortlichen haben den Vertrag mit Trainer Louis van Gaal verkürzt – er darf nun nur noch bis zum Saisonende bleiben. "Wir als Mannschaft behandeln ihn trotzdem mit größtem Respekt", behauptet zumindest Bastian Schweinsteiger. "Und wir versuchen alles, in den Spielen die Siege einzufahren, die wir brauchen und die er auch verdient hat." Bei Armin Veh vom Hamburger SV ist die Situation ähnlich – hier entschied sich aber der Trainer freiwillig für eine verkürzte Amtsdauer. Bayern gegen Hamburg – was einst als Fußballklassiker galt, ist in dieser Saison wohl der Beginn der Abschiedstournee zweier Trainer.

Warten auf ein Tor

Frankfurts Mannschaft jubelt (Foto: Torsten Silz/dapd)

Lang ersehnt: Der Frankfurter Torjubel

Auch Felix Magath soll angeblich zum Saisonende den FC Schalke 04 verlassen – selbst wenn ihm das noch keiner offiziell gesagt hat. Schalke empfängt die Eintracht aus Frankfurt, die noch immer auf das erste Rückrundentor wartet. Schalke hat in diesem Jahr aber auch erst vier Treffer erzielt und steht in der Tabelle auf Platz zehn nur zwei Punkte vor der Eintracht. Dort wackelt ebenfalls der Trainerstuhl von Michael Skibbe, sollte Frankfurt gegen Schalke verlieren. "Wir wissen auch, dass es wichtig ist, wieder zu siegen", sagt Frankfurts Patrick Ochs. "Denn wenn wir das Spiel vergeigen, stehen wir zum ersten Mal auf einem Abstiegsplatz oder Relegationsplatz. Und das ist ja nicht, was wir uns vorstellen."

Der VfL Wolfsburg hatte sich die Saison ebenfalls anders vorgestellt, denn auch die Wölfe stecken mit nur 26 Punkten auf dem 15. Rang mittlerweile mitten drin im Abstiegskampf. Jetzt kommt der Tabellen-Sechste Nürnberg, der seit sieben Spielen ungeschlagen und der zweitbeste Verein der Rückrunde ist.

Spannung pur im Abstiegskampf

Von allen Abstiegssorgen befreien kann sich der SC Freiburg. Denn er steht kurz vor der 40-Punkte-Marke, die als Synonym für den Klassenerhalt verwendet wird. "Es ist auch völlig klar, dass wir versuchen, diese Marke zu erreichen. Das war unser erklärtes Ziel", sagt Freiburgs Trainer Robin Dutt. "Es wäre sehr schön, wenn wir das vorzeitig erreichen könnten." Der Tabellen-Achte muss zum Vorletzten nach Kaiserslautern. Die Pfälzer haben in der Rückrunde noch kein einziges Spiel gewonnen.

Im Aufwind ist dagegen das Tabellen-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach. Seit der Amtsübernahme von Trainer Lucien Favre holte die Borussia zwei Siege in drei Spielen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist auf drei Punkte geschrumpft. Bei den kriselnden Bremern soll weiter gepunktet werden, doch Sportdirektor Max Eberl will nicht von einem Schicksalsspiel sprechen: "Das wir sich nicht am Wochenende in Bremen entscheiden. Man sollte da nicht zuviel hinein interpretieren."

Im zweiten Krisengipfel trifft St. Pauli zum Abschluss des Spieltages auf den VfB Stuttgart. Mit einem Sieg würde der Tabellen-Drittletzte VfB am Kiez-Club vorbeiziehen. Ebenfalls am Sonntag spielt der Tabellen-Zweite Leverkusen im Spitzenspiel gegen den Vierten Mainz 05, der gerade die Bayern in der Tabelle überholt hat. Leverkusen dagegen bleibt weiter Dortmund-Jäger Nummer eins.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Jens Krepela

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