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Aktuell Welt

Köhler als Experte gefragt

Die im Jahr 2000 verkündeten so genannten "Milleniums-Ziele" sind teils überholt, nur wenige wirklich erfüllbar. UN-Generalsekretär Ban lässt nun ein spezeilles Gremium nach neuen Zielen der globalen Entwickung suchen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon stellte in New York eine ganz besondere Arbeitsgruppe aus prominenten Persönlichkeiten und Politikern vor: Die soll sich Gedanken um die Zukunft machen und Entwicklungsziele für die Zeit nach 2015 erarbeiten. Zu den 26 Mitgliedern gehört auch der frühere Bundespräsident Horst Köhler. Dieser hatte sich in seiner Amtszeit insbesondere auch für Afrika engagiert. Bis 2004 war er geschäftsführender Direktor bei Internationalen Währungsfonds (IWF) gewesen.

Geleitet wird die Expertengruppe vom britischen Regierungschef David Cameron, dem indonesischen Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono und Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf. Binnen eines Jahres erhoffe er "wagemutige" neue Ziele für die Entwicklung der Erde, sagte Ban.

Damit könnten die 2000 verkündeten Millenniums-Ziele abgelöst werden. Diese sehen unter anderem bis 2015 eine Halbierung der Zahl der Hungernden und der Armen, eine Absenkung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel und einen Stopp der Ausbreitung von Aids vor. Vieles davon wird voraussichtlich nicht erreicht.

Gegen Armut - für nachhaltige Entwicklung

Die neue Arbeitsgruppe geht auf eine Initiative des Weltumweltgipfels vom Juni in Rio de Janeiro zurück. Ins Auge gefasst werden soll daher neben dem Kampf gegen Armut und Hunger auch der Schutz der Ressourcen des Planeten und die Umwandlung der Weltwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe sind die Königin Rania von Jordanien, der frühere japanische Regierungschef Naoto Kan, mehrere Außen- und Finanzminister, Entwicklungsexperten sowie die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakel Karman. Erste Sitzung ist Ende September am Rande der jährlichen UN-Vollversammlung.

SC/wl (afp, dapd)