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Asien

Kämpfe in Pakistan weiten sich aus

Die Kämpfe im Swat-Tal scheinen mit einem Erfolg gegen islamische Extremisten zu enden. Allerdings werden nun Gefechte aus einer anderen Region gemeldet. In Süd-Waziristan sollen 28 Menschen getötet worden sein.

Männer mit Eimern (Foto: ap

Flüchtlinge in einem Lager kämpfen für ihre Rationen

Die Kämpfe brachen am Vorabend in der halbautonomen Stammesregion Süd-Waziristan aus, nachdem Aufständische ein Camp der Regierungstruppen angegriffen hatten, wie am Sonntag (31.05.2009) aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete. Die Extremisten schossen am Sonntagmorgen mehr als zwölf Raketen auf eine Kaserne in der Region Jandola ab. Die Streitkräfte erwiderten das Feuer mit Artillerie. Bei dem mehrstündigen Feuergefecht seien 25 Rebellen und drei Regierungssoldaten ums Leben gekommen. Außerdem drangen Soldaten dem Vernehmen nach in ein von den Taliban kontrolliertes Dorf ein. Die Stammesregion gilt als Rückzugsraum für in Afghanistan und Pakistan aktive Taliban sowie El-Kaida-Terroristen.

Kämpfe in Swat vor dem Ende?

Truppen verlassen ein Fahrzeug (Foto:ap)

Lage unter Kontrolle?

Unterdessen erklärte Verteidigungsminister Syed Athar Ali die Offensive im Swat-Tal für weitgehend abgeschlossen. Die pakistanische Armee will die Kämpfe gegen die Taliban in der Region in den kommenden Tagen siegreich beenden. "Nur fünf bis zehn Prozent der Aufgabe sind übrig, und in den nächsten zwei bis drei Tagen wird diese Region gesichert sein", sagte der Minister am Sonntag auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Eine unabhängige Bestätigung für die Angaben gab es zunächst nicht, da die Konfliktregion militärisches Sperrgebiet ist.

Millionen Flüchtlinge

In der Nordwest-Grenzprovinz, die an die Stammesgebiete angrenzt, geht die Armee seit Wochen massiv gegen die Taliban vor. Der Armee zufolge kämpfen derzeit rund 15.000 Soldaten gegen bis zu 2000 Taliban-Krieger. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR flohen knapp 2,4 Millionen Menschen aus den Gebieten im Nordwesten Pakistans. Nach Militärangaben wurden während der Kämpfe mehr als 1200 Rebellen getötet und 79 gefangen genommen. Die Zahl der Toten in den eigenen Reihen gaben die Streitkräfte mit 81 an. Unklar ist, wie viele Zivilisten ums Leben kamen und wie viele noch in den Kampfgebieten eingeschlossen sind.

Es ist die dritte militärische Offensive gegen die Taliban im Swat in weniger als zwei Jahren. Bei Attenaten in mehren pakistanischen Städetn waren im Laufe der Woche Dutzende Mensche getötet worden. Die Taliban bezeichneten die Bombenserie als "Rache" für die Offensive im Swat-Tal.

Gpahik: Dw-world

(sam/dpa/ap/afp)

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