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Aktuell Afrika

Kämpfe in Mali gehen weiter

Im Zentrum des westafrikanischen Landes ist es zu weiteren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen gekommen. Demonstranten in der Hauptstadt Bamako forderten die Befreiung des Nordens.

Die Berichte zur Lage sind widersprüchlich. Während die islamistischen Rebellen erklärten, die zentral gelegene Stadt Kona eingenommen zu haben, dementierte die malische Armee umgehend. Von den Bewohnern der Gegend wurde lediglich bestätigt, dass es in der Nacht zum Donnerstag zu Schusswechseln gekommen sei. Ob dabei Menschen getötet wurde, ist nicht bekannt. Kona liegt strategisch wichtig, da es sich zwischen dem von den Rebellen kontrollierten Norden und dem von der Regierung kontrollierten Süden befindet.

Darüber hinaus erklärte das Militär, man habe die Kontrolle über Douentza zurückerobert, einer Stadt 120 Kilometer östlich von Kona. Unabhängige Berichte liegen allerdings nicht vor. Sollten die Islamisten aber in Douentza besiegt worden sein, wäre dies der erste größere Erfolg des Militärs gegen die Aufständischen, die den Norden Malis seit fast einem Jahr kontrollieren.

Seit einem Militärputsch im März vergangenen Jahres ist das Land praktisch gespalten. Eigentlich sollten am heutigen Donnerstag Friedensgespräche im Nachbarland Burkina Faso beginnen. Sie wurden wegen der Kämpfe auf den 21. Januar verschoben.

In der Hauptstadt Bamako kam es auch an diesem Donnerstag wieder zu Protesten. Hunderte versammelten sich, um gegen Präsident Dioncounda Traoré zu demonstrieren. Zugleich verlangten sie die Befreiung des Nordens von der Herrschaft moslemischer Extremisten.

Der Westen fürchtet, dass der Norden Malis unter der Führung der Islamisten zu einem Rückzugsort für Terroristen werden könnte. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Dezember die Zustimmung zu einem Einsatz von afrikanischen Truppen unter der Leitung der Wirtschaftsgemeinschaft Afrikanischer Staaten (ECOWAS) gegeben. Die Mission befindet sich noch in der Vorbereitung.

il/uh (rtr, epd, dpa)