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Champions League

Juve löst das Ticket für Cardiff

Juventus Turin steht im Endspiel der Champions League. Der italienische Rekordmeister gewinnt auch das Halbfinal-Rückspiel gegen AS Monaco souverän - auch ohne Weltmeister Sami Khedira.

Ex-Bundesliga-Profi Mario Mandzukic bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für Turin. Foto: Reuters

Ex-Bundesliga-Profi Mario Mandzukic bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für Turin

Das war ein kurzer Auftritt von Sami Khedira. Gerade einmal zehn Minuten waren gespielt, da musste der deutsche Profi in Diensten von Juventus Turin bereits wegen einer Oberschenkelverletzung ausgetauscht werden. Doch auch ohne den 30 Jahre alten Mittelfeldstar ließ Italiens Rekordmeister nichts anbrennen. Nach dem 2:0-Erfolg im Halbfinal-Hinspiel gewann der italienische Rekordmeister auch das Rückspiel gegen AS Monaco mit 2:1 (2:0). Mario Mandzukic (33. Minute) und Dani Alves (45.) erzielten die Treffer für die überlegenen Gastgeber. Kylian Mbappé konnte nur verkürzen (69.).

Mandzukic trifft im zweiten Anlauf

Die Anfangsphase gehörte den Monegassen. Ein Schuss von Jungstar Mbappé landete am rechten Pfosten, allerdings hätte ein Treffer nicht gegolten, weil der Franzose im Abseits stand. Mitte der ersten Hälfte übernahm dann Juventus die Initiative. Ein Lupfer von Gonzalo Higuain (22.) hätte beinahe das 1:0 gebracht, doch ein Abwehrbein war noch dazwischen. Monacos guter Torwart Danijel Subasic verhinderte wenig später nach einem Schuss von Mandzukic mit einer Glanzparade den Rückstand (25.). Dann aber war er machtlos: Einen Kopfball Mandzukics nach Flanke von Alves konnte Subasic noch abwehren, doch den Abpraller versenkte der frühere Torjäger der Bundesligisten VfL Wolfsburg und FC Bayern zum 1:0 im Netz (33.). Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Juve erspielte sich gegen die total verunsicherte Abwehr Monacos weitere Großchancen. Torwart Subasic rettete nach einem Schuss von Paulo Dybala (44.). Eine Minute später musste der Kroate dann zum zweiten Mal hinter sich greifen. Alves nahm nach einer Faustabwehr Subasics den Ball volley und hämmerte ihn aus 18 Metern in die Maschen.

Monacos Torwart Danijel Subasic nach dem zweiten Gegentreffer. Foto: Reuters

An Torwart Danijel Subasic lag es nicht, dass Monaco den Kürzeren zog

Erstes Gegentor nach 690 Minuten

Ein Traumtor, das auch Gianluigi Buffon zu Begeisterungsstürmen hinriss. Die inzwischen 39 Jahre alte Juve-Torwartlegende träumt vom Champions-League-Sieg. Der Titel fehlt noch in seiner Trophäensammlung. In der 67. Minute zeigte Buffon mit einem tollen Reflex bei einem Schuss von Mbappé, dass er nichts von seiner Klasse eingebüßt hat. Die Italiener wirkten nun etwas nachlässig und wurden bestraft: Nach einem Eckball verteidigte die sonst so sichere Juve-Abwehr allzu sorglos, Mbappé traf aus kurzer Entfernung (69.). Es war der erste Gegentreffer für Turin nach 690 Minuten. Die Partie wurde nun ruppiger. Ein rotwürdiger Tritt von Monacos Verteidiger Kamil Glik gegen Higuain (72.) blieb ungesühnt. Es war der letzte große Aufreger in einer Partie, in der die Entscheidung über den Einzug ins Finale bereits in der ersten Halbzeit gefallen war. "Ich bin sehr glücklich", freute sich Juve-Torwart Buffon."Ich bin in absoluter Topform. Jetzt wollen wir die Gelegenheit auch nutzen und den Titel holen."

Real Madrid vor Finaleinzug

Juventus Turin steht als erster Teilnehmer des Champions-League-Endspiels am 3. Juni in Cardiff in Wales fest. Der Gegner wird am Mittwoch im spanischen Stadtderby zwischen Atletico und Real Madrid (20.45 Uhr MESZ, ab 20.30 im DW-Liveticker) ermittelt. Beste Chancen hat Real nach dem klaren 3:0-Erfolg im Hinspiel. Erreicht das Starensemble um Weltfußballer Cristiano Ronaldo das Finale, haben die "Königlichen" die Chance, als erste Mannschaft überhaupt den Titel in der Champions League zu verteidigen. Vorausgesetzt, sie gewinnen gegen Juve. Beide Mannschaften standen sich bereits 1998 in Amsterdam in einem Finale der Königsklasse gegenüber. Damals setzte sich Real mit 1:0 durch. Juventus gewann die Champions League bisher nur einmal: im Jahr 1996.

Wenn Sie noch einmal in das Halbfinal-Rückspiel in Turin eintauchen wollen, können Sie hier im DW-Liveticker nachlesen:

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