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Aktuell Afrika

Junta in Guinea-Bissau ernennt Übergangspräsidenten

Bei der Präsidentenwahl war er unterlegen, doch nun soll Manuel Serifo Nhamadjo nach dem Willen der Militärjunta die Übergangsregierung in Guinea-Bissau anführen. Die westafrikanische ECOWAS protestiert.

Nach dem Militärputsch in Guinea-Bissau haben sich Junta und Opposition auf einen Übergangspräsidenten geeinigt. Der bei der Präsidentschaftswahl unterlegene Kandidat Manuel Serifo Nhamadjo werde die Übergangsregierung anführen, teilten die Militärjunta und die Opposition mit. Das Abkommen sieht zudem die Bildung eines Nationalen Übergangsrates vor. Dieser soll von Oppositionsführer Braima Sori Djalo geleitet werden

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS verurteilte jedoch die Einrichtung des Übergangsrates. Es handele sich um einen "illegalen Beschluss", nachdem die Militärjunta zuvor schriftlich zugesagt habe, die Macht abzugeben, teilte die Organisation mit. Nach dem Willen der Militärjunta soll es in den kommenden zwei Jahren keine Wahlen geben. Auch das sieht das Abkommen zwischen Militär und Opposition vor.

Rotes Kreuz besucht Inhaftierte

Vor einer Woche hatten in der früheren portugiesischen Kolonie in Westafrika Soldaten kurz vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl geputscht. In dem verarmten Land ist es seit 1974 immer wieder zu Aufständen und Staatsstreichen durch das Militär gekommen.

Das Rote Kreuz konnte unterdessen den gestürzten Interimspräsidenten Raimundo Pereira sowie Ministerpräsidenten Carlos Domingos Gomes Junior besuchen. Beide werden von der Junta festgehalten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte am Donnerstag in Genf mit, die beiden seien mit Medikamenten, Kleidung und Hygieneartikeln versorgt worden.

gd/det (afp, dpa)