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Bildung

Junge Universität mit schwerer Vergangenheit

Zu DDR-Zeiten war die Universität Magdeburg ein Zentrum der Ingenieure und des Schwermaschinenbaus. Doch in den letzten Jahren hat sich das Bild gewandelt, hin zur modernen und internationalen Hochschule.

Campus-Tower der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Foto: picture-alliance / ZB)

Modern und international: Die Otto-von-Guericke-Universität

Sich auf dem Campus der Magdeburger Uni zu orientieren fällt relativ leicht: Die Gebäude und Forschungslabore sind einfach durchnummeriert, insgesamt sind es über 30. Und zur Sicherheit steht an jedem der Häuser noch einmal in großen Lettern draußen dran, was drinnen passiert; Physik etwa, Chemie oder Wärmetechnik. Anhand der Aufschriften wird schnell klar: Die Hochschule der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts ist technisch orientiert, viele der über 12.000 Studierenden lassen sich an der Otto-von-Guericke-Universität in Fächern wie Informatik, Maschinenbau oder Elektrotechnik ausbilden. Zweiter universitärer Schwerpunkt ist die Allgemeine Medizin mit speziellen Fachbereichen in System- und Neurobiologie. Und natürlich gibt es auch in Magdeburg eine mittlerweile große Fakultät der Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften. Die Räume dieser und auch die der Medizinischen Fakultät befinden sich zwar nicht direkt auf dem großen, zentralen Campus. Allerdings betragen die Entfernungen zwischen den Komplexen nur einige hundert Meter, alles ist bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

Schriftzug 'Universität' auf dem Gelände der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Foto: picture-alliance / ZB)

Relativ kurze akademische Tradition

Magdeburg und seine Universität blicken auf eine relativ kurze akademische Tradition zurück. Die Landeshauptstadt war und ist, neben Halle an der Saale, einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Sachsen-Anhalts. Bereits im 19. Jahrhundert siedelten sich Maschinenbauunternehmer an, ihre Betriebe bildeten schnell das Fundament für die "Stadt des Schwermaschinenbaus", wie Magdeburg in der DDR genannt wurde. Weil in den 1950er-Jahren immer mehr gut ausgebildete Ingenieure und Ärzte die DDR in Richtung Bundesrepublik verließen und diese in den Wirtschaftszentren fehlten, musste gehandelt werden. Das war die Geburtsstunde des Hochschulstandortes Magdeburg. 1953 gründete man hier die Hochschule für Schwermaschinenbau, wenig später folgte die Medizinische Akademie und eine Pädagogische Hochschule. Diese drei Bereiche bilden bis heute das geistige Fundament Magdeburgs und wurden 1993 zur Otto-von-Guericke-Universität zusammengeschlossen.

Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Foto: picture-alliance / ZB)

International und modern

Neun Fakultäten hat die Magdeburger Uni heute insgesamt, viele Fachbereiche sind gut besucht, aber noch nicht so überlaufen wie an anderen deutschen Hochschulen. Die meisten Hörsäle und Seminarräume wurden in den letzten Jahren saniert, die Forschungslabore sind gut ausgestattet, direkt auf dem Campus befindet sich eine neue Bibliothek. Die Magdeburger Uni präsentiert sich modern und offen. Der Anteil an internationalen Studierenden wächst langsam, aber stetig. Etwa jeder zehnte angehende Akademiker hier kommt mittlerweile aus dem Ausland, vor allem aus China, der Ukraine und Bulgarien.


Autor: Ronny Arnold
Redaktion: Study in Germany

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