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Asien

"Jumbo-Jets bitte unverzüglich abholen!"

Der Flughafenbetreiber von Kuala Lumpur will drei herrenlose Jumbo-Jets loswerden, die seit über einem Jahr dort "wild" parken.

Herrenlose Boeing 747 am Flughafen Kuala Lumpur (Foto: Getty Images/AFP)

Nach über einem Jahr "Parkzeit" drängt die Leitung des Flughafens von Kuala Lumpur darauf, dass drei Großraumflugzeuge vom Typ Boeing B 747-200 vom Flughafengelände entfernt werden. Deshalb schaltete das Flughafenmanagement jetzt eine Anzeige in der lokalen Presse: "Sollten die Flugzeuge binnen 14 Tagen nicht abgeholt werden, behält sich der Flughafen das Recht vor, die Maschinen zu verkaufen oder sich ihrer auf andere Art und Weise zu entledigen" – mit anderen Worten, zu verschrotten. Der Flughafengesellschaft verlangt von den angeblich unbekannten Eigentümern diverse Gebühren für die Nutzung des Flughafens.

Laut Flughafenchef Zainol Mohamad Isa ist die Identität der Eigentümer unklar, es soll sich aber um nicht um eine malaysische Gesellschaft handeln. Der Registrierungscode TF steht für Island, in einem lokalen Pressebericht heißt es, die Flugzeuge hätten laut Angaben der Fluggesellschaft Air Atlanta Icelandic bis 2010 zu ihrer Flotte gehört. Flughafenchef Isa teilte mit, dass solche Fälle einfach abgestellter Flugzeuge "überall auf der Welt" vorkämen. Auf dem Flughafen von Kuala Lumpur seien in den vergangenen zehn Jahren "einige Flugzeuge" vom Eigentümer einfach abgestellt worden, "meistens kleinere Maschinen." In den 90er Jahren sei ein solches Flugzeug zu einem Restaurant in einem Vorort von Kuala Lumpur umfunktioniert worden.

Das aktuelle Modell der Air Force One, mit der die US-Präsidenten die Welt bereisen, ist übrigens eine B 747-200. Sie soll allerdings demnächst ausgemustert werden. Der Flugzeugtyp steht in einer privaten Charter-Webseite mit einem Kaufpreis von 40 Millionen US-Dollar.