Jubiläumsauftakt: Ausstellung ″bauhaus imaginista″ eröffnet in China | Kunst | DW | 08.04.2018
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Kunst

Jubiläumsauftakt: Ausstellung "bauhaus imaginista" eröffnet in China

Das Bauhaus revolutionierte 1919 Kunst, Design und Architektur. Bis heute hat die Bauhaus-Philosophie weltweit begeisterte Anhänger. Eine Ausstellung in Hangzhou macht den Auftakt zum Jubiläum im nächsten Jahr.

Gleich mehrere große internationale Museen und Kunsthochschulen sind an der Realisierung des Ausstellungsprojektes "bauhaus imaginista" beteiligt: Häuser aus Russland sind dabei, aus Japan, Indien, Brasilien und nicht zuletzt natürlich auch Deutschland. Eröffnet wird die erste von insgesamt fünf Ausstellungen zum Bauhaus am 8. April 2018 im China Design Museum in Hangzhou. Die Präsentationen feiern damit das Gründungsjubiläum der berühmten Design- und Architekten-Hochschule im Jahre 1919.

Das Projekt widmet sich vor allem der Denkschule des Bauhauses, die sich nach der Emigration ihrer wichtigsten Lehrer und Künstler aus Nazi-Deutschland in vielen Ländern der Erde etablierte. Kuratoren und gleichzeitig die künstlerischen Leiter der Ausstellungen sind Marion Von Osten aus Berlin und Grant Watson aus London, die das Konzept mit einem internationalen Team aus Forschern, Künstlern und Designern realisiert haben. Kulturpartner in insgesamt acht Ländern werden die Ausstellungen zeigen.

100 Jahre Bauhaus

Im März 2019 wird die Ausstellung, passend zum Jubiläumsdatum, dann im Berliner Haus der Kulturen der Welt zu sehen sein. Gezeigt wird vor allem, wie sich die Bauhaus-Impulse in allen Künsten verbreitet und später weltweit fortgesetzt haben.

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In China sorgten der Architekt Richard Paulick, langjähriger Assistent von Walter Gropius, und Wang Dahong, einer seiner begabtesten Studenten, für die Weiterentwicklung der Bauhaus-Lehrpläne außerhalb Deutschlands. Nach 1945 spielten beide eine entscheidende Rolle bei der städtebaulichen Entwicklung eines Groß-Shanghai, das stark auf Bauhaus-Prinzipien aufbaute.

Das Bauhaus wurde 1919 von Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründet. Die neuartige "Hochschule für Gestaltung" entwickelte in der Weimarer Zeit ein grundlegend neues Verständnis von Design, Kunst und Architektur. Berühmte Künstler wie Paul Klee, Lyonel Feininger und Oskar Schlemmer arbeiteten dort als "Meister" für die Studenten. Alles sollte von der Bauhaus-Philosophie durchdrungen sein, von der Reihenhaussiedlung bis zur Türklinke und dem Alltagsgeschirr. Handwerkliche und künstlerische Ausbildung waren gleichwertig vorgesehen.

Weltweites Bauhaus-Netzwerk

Das interdisziplinäre Projekt "bauhaus imaginista" ist in Zusammenarbeit mit der "Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar", dem Goethe-Institut und dem Haus der Kulturen der Welt (HKW)  in Berlin entstanden. Die Ausstellung in Hangzhou ist gleichzeitig die Eröffnungsausstellung des China Design Museums, das auf dem Campus der China Academy of Art, der Chinesischen Hochschule der Schönen Künste, gebaut wurde.

Im Zuge des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses gibt es zahlreiche Ausstellungen und Werkschauen, außerdem werden Symposien veranstaltet und Dokumentationen gezeigt. Unterstützt wird das Projekt von Kultur-Staatsministerin Monika Grütters, der Kulturstiftung des Bundes (KSB) und dem Auswärtigen Amt.

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