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Schwerpunkte

Journalismus und der Drogenkrieg in Lateinamerika

Dienstag, 21. Juni 2011, 11:30 Uhr im Raum Süssmuth

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Mit dem Drogenhandel verknüpfte Gewalt ist aus dem tägliche Leben in Lateinamerika nicht wegzudenken. Besonders Journalisten leben gefährlich. Demzufolge beschäftigen sie sich weniger mit dem Drogenhandel und der damit verbundenen Gewalt, um lebensgefährdende Risiken zu vermeiden.

Allein in Mexiko wurden im Jahr 2010 insgesamt 13 Journalisten wegen ihrer Berichterstattung über den Drogenhandel getötet. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen ist dies das Land mit den schlechtesten Bedingungen für Journalisten auf dem ganzen Kontinent. Der Kampf gegen die Drogenkartelle hat 28.000 Menschen das Leben gekostet seit Felipe Calderón das Präsidentenamt übernahm und im Drogenkampf auch das Militär einsetzte. Wieder und wieder stieg auch die Zahl der zivilen Opfer.

Auch in Brasilien unternehmen die Sicherheitskräfte aggressive Schritte gegen Drogengangs, besonders in Rio de Janeiro, wo die Regierung die Kontrolle über die 100 am stärksten von Gewalt geplagten Slums wieder erlangen will, bevor das Land die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016 ausrichten wird. Die Presse hat dabei eine große Rolle gespielt, weil sie den Armen, deren Leben vom den Drogenkrieg direkt betroffen ist, eine Stimme gegeben hat.

Nach UN-Daten ist Kolumbien der größte Drogenproduzent, doch das Problem betrifft auch viele Durchgangsländer wie Venezuela, die karibischen Länder Haiti, Dominikanische Republik und Jamaika ebenso wie alle zentralamerikanischen Staaten.

Moderation:
Claudia Herrera-Pahl
Teamleade Spanish DW-RADIO/DW-WORLD.de

Panelists:
Doris Ammon
Journalist and Author 3 Sat TV

Benoît Hervieu
Head of the Americas Desk of Reporters Without Borders

Gerardo Rodríguez Jiménez
Editor in Chief EL DIARIO

Günter Wallraff
Journalist and author

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