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Aktuell Nahost

Jordanien zerschlägt Terrorzelle

Der jordanische Geheimdienst hat nach einem Bericht des Staatsfernsehens elf Männer festgenommen. Sie sollen im ganzen Land Anschläge geplant haben, mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu töten.

Die Gruppe habe bereits seit Anfang Juni an den Anschlagvorbreitungen gearbeitet, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Petra. Ziele seien unter anderem Einkaufszentren, Cafés und diplomatische Vertretungen gewesen.

Bei ihnen seien Waffen, darunter Maschinengewehre, Sprengstoffgürtel und Granatwerfer sowie Pläne von Anschlagszielen gefunden worden, sagte Informationsminister Samih Maajatah bei einer Pressekonferenz. Die elf Männer seien in den letzten Tagen festgenommen worden, nachdem sie über die Grenze zu Syrien gekommen seien. Die Zelle habe Verbindungen zur Terrorgruppe Al-Kaida im Irak.

Schützenhilfe aus Syrien und dem Irak

Die Gruppe sei bei ihren Vorbereitungen auch von syrischen Islamisten unterstützt worden. "Wir untersuchen jede mögliche Spur. Auch die Beteiligung der syrischen Regierung zählt dazu", sagte ein Mitarbeiter des jordanischen Geheimdienstes der Nachrichtenagentur dpa.

Aus Justizkreise verlautete, bei den Festgenommenen handele es sich um Jordanier, die der Salafistenbewegung nahe stünden. Ihnen werde "Verschwörung zum Begehen terroristischer Anschläge" und der "Besitz und Gebrauch verbotenen Materials" vorgeworfen.

Die nun verhafteten Männer sollen auch Kontakt zu jener Splittergruppe der Al-Kaida gehabt haben, die für Bombenanschläge auf Luxushotels in Amman im Jahre 2005 verantwortlich gemacht wird. Damals wurden mindestens 60 Menschen getötet. Jordanien ist ein wichtiger Verbündeter der USA in der Region und war mehrfach Ziel von Anschlägen der Al-Kaida.

gmf/haz ( afp, dapd, dp, rtr)

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