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Aktuell Nahost

Jordanien sorgt sich um IS-Geisel

Nach der brutalen Ermordung der japanischen Geisel durch die Terrormiliz IS ist das Schicksal des entführten jordanischen Piloten weiterhin ungewiss. Jordanien erklärte, alles tun zu wollen, um den Piloten zu befreien.

Die jordanische Regierung hat angekündigt, sich entschieden für die Rettung eines von der Extremistenorganisation "Islamischer Staat" (IS) entführten Piloten einzusetzen. Amman sei "entschlossen, alles zu tun", um das Leben des Jordaniers Maas al-Kassasbeh zu retten, sagte Regierungssprecher Mohammed al-Momeni laut einem Bericht der jordanischen Nachrichtenagentur Petra. Er verurteilte die Hinrichtung der japanischen Geisel Kenji Goto "mit Nachdruck".

Noch kein Lebenszeichen

Der IS hatte am Samstag in einem Video die Hinrichtung des Journalisten Goto verkündet. Die Dschihadisten hatten dessen Schicksal zuvor mit dem des jordanischen Piloten verknüpft. Sie drohten mit der Tötung der beiden, sollte die Regierung in Amman nicht bis zum vergangenen Donnerstagabend die inhaftierte irakische Dschihadistin Sadschida al-Rischawi freilassen. Der Pilot wurde in dem am Samstagabend verbreiteten Video allerdings nicht erwähnt. Amman hatte als Bedingung für die Freilassung der Irakerin ein Lebenszeichen al-Kassasbehs verlangt. Al-Rischawi wurde in Jordanien der Komplizenschaft bei Attentaten in der Hauptstadt Amman im November 2005 mit 60 Toten für schuldig befunden und zum Tode verurteilt.

Sajida al-Rashawi sitzt hinter Gittern (Foto: rtr)

Die Extremistin Sajida al-Rashawi wurde in Jordanien zum Tod verurteilt

Der 26-jährige Oberleutnant war an Heiligabend 2014 mit seinem Kampfjet über Syrien abgestürzt und vom IS gefangen genommen worden. Er war dort als Teil der multinationalen Anti-IS-Koalition an Angriffen auf mutmaßliche Stellungen der Islamisten beteiligt. Die Sicherheit Al-Kasasbas ist zum Staatsanliegen geworden - sein Vater Safi (Artikelbild rechts) ist Scheich eines einflussreichen Stammes im jordanischen Königreich. Ein Lebenszeichen seines Jungen habe er bislang nicht erhalten, sagte er.

Die Dschihadisten hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Geiseln öffentlichkeitswirksam hingerichtet.

as/haz (dpa, afp)