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Nahost

Jordanien fliegt Luftangriffe auf IS

Jordanien hat auf die grausame Hinrichtung eines Piloten durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" mit Luftangriffen reagiert. Die Luftwaffe habe Attacken auf IS-Stellungen begonnen, teilte die Regierung in Amman mit.

Zu den genauen Angriffsorten wollte sich der jordanische Regierungssprecher nicht äußern, die Armee werde später eine Erklärung dazu abgeben. Jordanien hat sich in der Vergangenheit regelmäßig an Luftangriffen auf IS-Stellungen in Syrien beteiligt, die Teil der US-geführten Offensive gegen die Dschihadisten sind.

Der König trauert mit dem Vater

Der jordanische König Abdullah II. reiste derweil in den Heimatort von Muas al-Kassasbeh rund 120 Kilometer südlich von Amman, um der Familie des 26-jährigen Kampfpiloten persönlich sein Beileid auszusprechen. Das Staatsfernsehen zeigte ihn zusammen mit dem Vater des Piloten, Safi al-Kassasbeh. Hunderte weitere Menschen scharten sich um ein traditionelles Zelt, das dort für die Trauergesellschaft aufgestellt worden war. Als Ehrerweisung für den getöteten Piloten flogen mehrere Kampfflugzeuge über die Trauergesellschaft hinweg.

In dem Bericht des Staatsfernsehens äußerte sich Abdullah nicht. Zuvor hatte der Monarch aber angekündigt, die "Antwort Jordaniens und seiner Armee, nachdem was unserem lieben Sohn passiert ist", werde hart sein.

Jordanien König Abdullah trifft den Vater des ermordeten Piloten Al-Kaseasbeh 05.02.2015

Der König und der Vater: Jordaniens Machthaber Abdullah und der Vater des ermordeten Piloten Al-Kassabeh.

Am Dienstag war im Internet ein Video aufgetaucht, das die Hinrichtung des im Dezember in Syrien von der IS-Miliz verschleppten Soldaten al-Kassasbeh zeigt. Der 26-Jährige wurde in einem Käfig bei lebendigem Leib verbrannt. Als Reaktion darauf wurden am Mittwoch in Jordanien die irakische Dschihadistin Sadschida al-Rischawi und das Al-Kaida-Mitglied Siad Karbuli hingerichtet.

ml/sti (afp/dpa)