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Afrika

Johnson-Sirleaf tritt zweite Amtszeit an

Die liberianische Friedensnobelpreisträgerin Johnson-Sirleaf ist für eine zweite Amtszeit als Präsidentin ihres Heimatlandes vereidigt worden. Die 73-Jährige legte den Amtseid vor tausenden jubelnden Anhängern ab.

Johnson-Sirleaf bei der Vereidigung (Foto: rtr)

Johnson-Sirleaf bei der Vereidigung

An der Zeremonie in Monrovia, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen abgehalten wurde, nahmen zahlreiche afrikanische Delegationen sowie mehrere Staatschefs teil, darunter die Präsidenten von Senegal und Guinea. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton war angereist. Ebenso die liberianische Friedensaktivistin Leymah Gbowee, die im Oktober zusammen mit Ellen Johnson-Sirleaf mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden war.

Nachdem Johnson-Sirleaf feierlich geschworen hatte, ihr Land "zu unterstützen, zu schützen und zu verteidigen", wurden zwölf Kanonenschüsse abgefeuert.

Liberias unbeugsame Friedenspräsidentin

Johnson-Sirleaf war im November in einer Stichwahl mit über 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Johnson-Sirleaf ist besonders für die Frauen in Afrika Vorkämpferin und Idol. Sie gilt als integer, unbeugsam und willensstark - eine "Eiserne Lady" mit Harvard-Abschluss und Großfamilie. Vor allem aber war und ist die Liberianerin die erste Frau, die als demokratisch gewählte Staatschefin ein afrikanisches Land regiert.

Aufbau nach 14 Jahren Bürgerkrieg

Die Aufgabe, die sie nach ihrer ersten Wahl vor sechs Jahren erwartete, war alles andere als einfach: Das Krisenland Liberia, eine ehemalige Sklaven-Kolonie, war bis 2003 Schauplatz eines 14 Jahre dauernden, blutigen Bürgerkriegs. Mehr als 200.000 Menschen kamen dabei ums Leben, über eine Million wurden vertrieben. Seither hat das Land jedoch große Reform-Fortschritte erzielt.

qu/sc (dpa,afp)