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Wimbledon

Johanna Konta begeistert Wimbledon

Die britische Lokalmatadorin gewinnt gegen Simona Halep und verdirbt der Rumänin den Sprung auf Rang eins der Weltrangliste. Derweil findet Ex-Wimbledon-Sieger Novak Djokovic seine Tennis-Leidenschaft wieder.

Was für ein Match! Unter dem wegen Regens geschlossenen Stadiondach haben sich Johanna Konta und Simona Halep im Viertelfinale von Wimbledon ein enges und hochklassiges Duell geliefert. Nach großem Kampf und mit den Fans im Rücken setzte sich die Britin schließlich mit 6:7 (2:7), 7:6 (7:5) und 6:4 gegen die Rumänin durch. Bitter für Halep: Beim Matchball wurde sie durch den aufgeregten Schrei eines weiblichen Konta-Fans so irritiert, dass sie einen leichten Ball ins Netz schlug und damit ihre Niederlage besiegelte.

Doppelt bitter für die Rumänin: Hätte sie gegen Konta gewonnen, wäre sie - begünstigt durch die Achtelfinal-Niederlage Angelique Kerbers - ab Montag als neue Nummer eins der Tennis-Weltrangliste geführt worden. Bereits bei den French Open in Paris hatte die 25-Jährige durch ihre Finalniederlage gegen Jelena Ostapenko aus Lettland ihr Ziel verfehlt, Platz eins im Ranking zu übernehmen. Entsprechend frustriert verließ Halep direkt nach dem Match den Platz. Neue Nummer eins und Nachfolgerin Kerbers wird stattdessen Karolina Pliskova.

Djokovic komplettiert Herren-Viertelfinals

Wimbledon 2017 - achter Tag (picture-alliance)

Novak Djokovic macht die "Becker-Faust"

Bessere Laune als Halep hatte Novak Djokovic: Der Serbe wollte offenbar keine Zeit verlieren, immerhin fehlte ihm bereits ein Tag, weil sich sein für Montag angesetztes Match gegen den Franzosen Adrian Mannarino auf Dienstag verschoben hatte. Die Anspannung war bis unter das geschlossene Dach des altehrwürdigen Centre Courts zu spüren, und dennoch löste Djokovic auch seine vierte Aufgabe in Wimbledon ohne Satzverlust: Für seinen 6:2, 7:6 (7:5) und 6:4-Erfolg benötigte er 2:15 Stunden und folgte seinen Kontrahenten mit Verspätung ins Viertelfinale. Dort trifft er am Mittwoch auf den Tschechen Tomas Berdych

Das Match war verschoben worden, weil Rafael Nadal und Gilles Muller am Montagabend fast fünf Stunden gebraucht hatten, um den Sieger zu ermitteln - der überraschend Muller hieß. "Es war ein langer Tag gestern für uns beide. So ist es eben. Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist", sagte Djokovic (30), der sich im dritten Durchgang an der Schulter behandeln ließ: "Das beschäftigt mich schon eine Weile, wir müssen sehen, wie es weitergeht, aber ich schaffe es zu spielen."

Neben Top-Favorit Roger Federer aus der Schweiz und Mullers nächstem Gegner Marin Cilic aus Kroatien ist Djokovic der einzige Spieler in der Konkurrenz, der bislang noch keinen Satz verloren hat. Jüngst hatte er erklärt, dass seine Leidenschaft nach einem Jahr im Abwärtsstrudel zurück sei. Djokovic brennt wieder für seinen Sport und geht trotz des verlorenen Tages als haushoher Favorit ins Viertelfinale gegen Berdych. Von den 27 Duellen mit dem Tschechen hat Djokovic 25 gewonnen.

Bereits im Halbfinale steht Garbine Muguruza. Einen Tag nach ihrem Sieg über die Weltranglistenerste Angelique Kerber setzte sich die Spanierin gegen Swetlana Kusnezowa aus Russland mit 6:3 und 6:4 durch und spielt am Donnerstag entweder gegen die Slowakin Magdalena Rybarikowa oder die US-Amerikanerin Coco Vandeweghe um ihren zweiten Final-Einzug im All England Club nach 2015.

Williams' Erfahrung setzt sich durch

Ebenfalls in der Runde der besten Vier steht Venus Williams. Die fünfmalige Turniersiegerin entschied das Generationenduell gegen die 17 Jahre jüngere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland mit 6:3 und 7:5 für sich. Für die US-Amerikanerin war es das 100. Match im All England Club. Sie trifft nun auf Konta. In Abwesenheit ihrer Schwester Serena, die wegen ihrer Schwangerschaft fehlt, darf Venus Williams auf ihren ersten Grand-Slam-Titel seit neun Jahren hoffen. Gegen Ostapenko, die bei Williams erstem Wimbledon-Match erst wenige Tage alt war, dominierte sie teilweise wie zu besten Zeiten.

sw/asz/sn (dpa, sid)
 

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