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Pressemitteilungen

Joachim Löw: „In Russland sind wir wahrscheinlich der Favorit“

„Wir wollen immer Trendsetter sein, wir wollen anderen Teams ein bisschen voraus sein.“ Im Interview mit der Deutschen Welle gibt der Trainer der deutschen Nationalmannschaft einen Ausblick auf die WM in Russland.

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Herr Löw, wie werden Sie 2018 nochmal Weltmeister?

Auf die Frage, welche Herausforderung es darstellt, im nächsten Turnier wieder Weltmeister zu werden, sagt Joachim Löw: „Das bedarf einer ungeheuren Anstrengung, einer Konzentration und vor allen Dingen auch, niemals nachzulassen. Man verliert vielleicht auch den Hunger und das bedeutet, dass andere, die vielleicht noch ehrgeiziger sind, dann einen irgendwie vom Sockel stoßen. Deswegen, die schwierigste Aufgabe ist, sich immer auf diesem hohen Niveau zu bewegen, ohne abzufallen.“

Löw will mit der deutschen Nationalmannschaft bis zur nächsten WM neue Wege ausprobieren, um die erforderliche Leistung in Russland auf den Platz zu bringen.

„Wir wollen immer irgendwie Trendsetter sein, wir wollen anderen Teams ein bisschen voraus sein. Deswegen schauen wir in die Zukunft. Wir sind so ein bisschen Visionäre bei uns und überlegen uns manchmal so völlig verrückte Dinge und wenn sie noch so absurd erscheinen, trotzdem wollen wir sie irgendwann einmal versuchen und ja, auf der anderen Seite die Spannung auch immer wieder hochzuhalten und einen gewissen Konkurrenzkampf herzustellen, weil das ist am Ende das, was vielleicht die paar Prozente ausmacht.“

Neben den klimatischen Unterschieden zum WM-Ort Brasilien sieht Löw durch die gute Bilanz seiner Mannschaft auch den Erwartungsdruck als Faktor für das Turnier im nächsten Jahr.

„Brasilien war sehr heiß, die Anstoßzeiten sind auch andere. In Brasilien waren wir nicht so im Fokus von Beginn weg, weil es hieß, noch nie hat ein Europäer auf südamerikanischen Boden einen Titel gewonnen. In Russland sind wir wahrscheinlich, das lässt sich nicht vermeiden, der Favorit bei diesem Turnier. Weltmeister, Confed-Cup-Sieger, eine gute Qualifikation gespielt. Der Druck ist immer vorhanden und ich glaube, dass der Druck sich in Russland auf unsere Mannschaft ein bisschen erhöht.“

Der Bundestrainer hat klare Vorstellungen von dem, was seine Mannschaft zum Erfolg in Russland beitragen muss: „Kann man eigentlich glaube ich mit einem Satz ausdrücken, auch wenn es vielleicht als abgedroschen oder banal gilt. Jeder hat sich auf seine Aufgabe zu hundert Prozent zu konzentrieren.“

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