1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa

Jetzt wissen was drin steckt?

Die Verbraucherschutzminister der EU haben sich auf eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel geeinigt. Sie wollen eine Tabelle statt einer Ampel. Das Parlament muss noch zustimmen.

Emmentaler Käse in einem schweizer Reiferaum (Foto: dpa)

Dieser Käse ist aus Kuhmilch

Beim Einkauf im Supermarkt sollen Verbraucher in Zukunft besser erkennen können, was dick macht und was ungesund ist. Die EU-Verbraucherschutzminister einigten sich am Dienstag (07.12.2010) auf eine Kennzeichnung von Lebensmitteln in Form einer Tabelle. Diese soll den Gehalt an Energie, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz der jeweiligen Produkte auflisten.

Die Ampel kommt nicht

Damit ist auch der Alternativ-Vorschlag einer Lebensmittelampel, die grafisch mit roten, gelben und grünen Farben darstellen sollte, was gesund ist, vom Tisch. Kritiker hatten bemängelt, dass eine Ampelregelung der Forderung nach hoher Lebensmittelqualität nicht gerecht würde. Sie hätte die Frage, was gesundes Essen ist, auf reine Nährwertanteile reduziert. Die Europa-Parlamentarier hatten die Ampel deshalb bereits im Juni gekippt. In Großbritannien soll sie aber weiter erlaubt bleiben.

Eine Tiefkühlpizza (Foto: dpa)

Was steckt in der Tiefkühlpizza?

Anstelle dessen müssen die Hersteller in Zukunft aber angeben, ob die Lebensmittel auch Imitate oder "falsche Inhaltsstoffe" wie Analogkäse oder Formschinken enthalten. Auch bei nicht-verpackter Ware sollen die Produzenten in Zukunft Inhaltsstoffe benennen müssen, die Allergien auslösen können, wie zum Beispiel Nuss-Öle.

Analogkäse klar benennen

Die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und Amtskollegen aus mehreren anderen Staaten hatten noch klarere Angaben zur Herkunftsbezeichnung sowie zu Nährwerten, Imitaten und Allergenen gefordert. So sieht die jetzige Regelung vor, dass Analogkäse unter dem Begriff "Käse aus Pflanzenfett" aufgeführt wird. Aigner hatte stattdessen vorgeschlagen, den Begriff "Käseimitat" zu benutzen, konnte sich aber damit nicht durchsetzen. Dem Beschluss muss das Europaparlament noch zustimmen.

Autor: Fabian Schmidt (dpa)
Redaktion: Gero Rueter