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Bücher

Jesmyn Ward erhält den National Book Award

Die US-amerikanische Schriftstellerin wurde für "Sing, Unburied, Sing" ausgezeichnet, eine Geschichte über eine Familie in den Südstaaten. In der Kategorie Sachbuch setzte sich ein Titel über Russland durch.

"Sing, Unburied, Sing" setzte sich in der Kategorie Fiktion durch. Das Buch ist bislang nicht auf Deutsch erschienen. Ward (Artikelbild) nahm die  Auszeichnung nach 2011 zum zweiten Mal mit nach Hause, damals wurde sie für "Salvage the Bones" ausgezeichnet, das in Deutschland unter dem Titel "Vor dem Sturm" erschienen ist.

Identität und Deplatzierung

In einer kurzen Dankesrede sprach Ward darüber, wie frustrierend die Reaktionen einiger Leser gewesen seien, die sich fragten, ob sie sich mit Mitgliedern einer armen schwarzen Gemeinschaft im amerikanischen Süden würden identifizieren können. Sie fühle sich geehrt, das Leben und die Stimmen derer zu verstärken, die sie zuhause in Mississippi kenne.

Die diesjährigen Finalisten beschäftigten sich in ihren Büchern besonders mit Identität und dem Gefühl, deplatziert zu sein, unter ihnen Elliot Ackerman mit seiner Nahost-Saga "Dark at the Crossing", Min Jin Lees Roman "Pachinko" über kulturelle Konflikte in Japan und Korea sowie Lisa Kos "The Leavers", das ein chinesisches Adoptivkind in einer weißen Familie auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter begleitet.

USA National Book Awards Masha Gessen (Getty Images/D. Kambouris)

Gewinnerin in der Kategorie Sachbuch: Masha Gessen schrieb über Totalitarismus in Russland

Masha Gessen erhielt die Auszeichnung in der Sachbuch-Kategorie für "The Future is History: How Totalitarianism Reclaimed Russia". Die in Russland geborene Autorin und Journalistin sagte, sie hätte niemals erwartet, dass ein Buch über ihre Heimat einen amerikanischen Preis erhalten würde: "Aber offenbar haben sich die Zeiten geändert."

Kritik an Bill Clinton

Angesichts der aktuellen Debatte über sexuelle Gewalt und Übergriffe hatte der Auftritt des früheren US-Präsidenten Bill Clinton im Vorfeld für Kritik gesorgt. Clinton, dem in der Vergangenheit mehrere Frauen Belästigung vorgeworfen hatten, ehrte auf der Veranstaltung Richard Robinson, den Verleger des auf pädagogische Inhalte spezialisierten Verlags Scholastic, der auch schon mit der Clinton Foundation zusammengearbeitet hat. Clinton hat die Vorwürfe stets bestritten. Lisa Lucas, die Geschäftsführerin der National Book Foundation, die den Book Award verleiht, lehnte einen Kommentar ab.

Frankreich Straßburg - Trauerfeierlichkeiten für Altkanzler Kohl (picture-alliance/dpa/S. Hoppe)

Umstrittener Auftritt: Bill Clinton

Robin Benways "Far from the Tree" gewann den Preis für das beste Kinderbuch. In der Kategorie Lyrik erhielt Frank Bidart den National Book Award für seinen Erzählband "Half-light: Collected Poems 1965-2016." Der Award ist jeweils mit 10.000 Dollar (rund 8.500 Euro) dotiert.

tla/ka (AP, nationalbook.org)

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