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Aktuell Nahost

Jemen kommt nicht zur Ruhe

Gerade erst wurde das Land von den Angriffen der US-Amerikaner auf Mitglieder des Terror-Netzwerkes Al Kaida erschüttert. Jetzt ist auch der bulgarische Botschafter in Sanaa nur knapp einer Entführung entkommen.

Bewaffnete und vermummte Männer haben auf einer Geschäftsstraße im Zentrum der Hauptstadt Sanaa das Auto des Diplomaten Boris Borissow und seiner Frau gestoppt, um ihn zu "entführen", sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Der Botschafter konnte demnach aber entkommen und sich in einem Geschäft in Sicherheit bringen.

Der bulgarische Außenminister Nikolaj Mladenow bestätigte den Vorfall und ergänzte, dass Borissow dabei verletzt worden sei. Dem Ministerium zufolge habe ein Kleintransporter dem Wagen, der von dem Diplomaten selbst gefahren wurde, den Weg versperrt. Bewaffnete Männer hätten zuerst in die Luft geschossen und dann die Windschutzscheibe sowie das Fenster auf der Fahrerseite zerschmettert. "Sie versuchten Borissow gewaltsam aus dem Auto zu zerren, schlugen ihm ins Gesicht und auf die Arme. Einer der Angreifer drang durch die rechte Wagentür ein und bedrohte den Botschafter mit einem Messer", berichtete Mladenow. "Die anderen schossen weiter und schlugen mit ihren Gewehren auf das Auto ein". Borissow habe sich widersetzt und die Männer davor gewarnt, einen Diplomaten zu attackieren. Zu den Gründen für den Entführungsversuch konnte er noch nichts sagen.

Soldaten in Sindschibar (Foto: Reuters)

Soldaten in Sindschibar

Tote bei Angriffen - vermutlich mit US-Drohnen

In ihrem Kampf gegen das Extremistennetzwerkes Al Kaida setzen die USA auch unbemannte Flugzeuge ein. Im Jemen sind laut Verteidigungministerium zwei Fahrzeuge vonUS-Drohnen angegriffen worden. Bei dem Raketenbeschuss seien mindestens zehn Mitglieder des Terror-Netzwerkes Al Kaida getötet worden. Die Angriffe hätten sich in den Provinzen Marib und Shabwa ereignet, südöstlich der Hauptstadt Sanaa. Die USA haben beim Kampf gegen Al Kaida im Jemen wiederholt unbemannte Flugkörper eingesetzt. Das Weiße Haus hat dies bisher aber nicht bestätigt.

Aufständische kontrollieren Städte

Ein zweiter Angriff gegen Extremisten habe sich in der Provinz Abyan im Südosten des Landes ereignet. Bei einer Offensive dort hätten die jemenitischen Regierungstruppen 15 Aufständische getötet, sagte ein Militärsprecher. Bei den Gefechten seien zudem sieben Soldaten getötet worden. Die pakistanischen Truppen versuchen, die Städte Sindschibar und Dschaar wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Aufständischen hatten vor einem Jahr Sindschibar eingenommen.

rv/nis (rtr, afp, dapd)

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