1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Nahost

Jemen erzielt Einigung mit Huthi-Rebellen

Der Aufstand der Huthi-Rebellen hat die gewünschte Wirkung erzielt: Die schiitischen Kämpfer konnten gegenüber der sunnitisch dominierten Regierung in Sanaa offenbar ihre wesentlichen Forderungen durchsetzen.

Nach wochenlangen Großprotesten haben schiitische Regierungsgegner und die Staatsführung im Jemen offenbar eine Einigung erzielt. Wie die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters aus dem Umfeld von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi erfuhren, vereinbarten Vertreter beider Seiten, dass binnen 48 Stunden ein neuer Regierungschef eingesetzt und die umstrittene Erhöhung der Benzinpreise rückgängig gemacht werden sollen. Die rund 30.000 Huthi-Rebellen - wahlweise auch Saidi-Rebellen genannt - wollen demnach im Gegenzug ihre Protestlager in Sanaa auflösen und ihre bewaffneten Kämpfer aus der Hauptstadt und der Umgebung abziehen.

Jemens Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi (Foto: picture-alliance/C. Court)

Jemens Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi

Die aus dem Norden Jemens stammenden schiitischen Rebellen unter ihrem Anführer Abdel Malek al-Huthi demonstrierten seit Anfang August für den Rücktritt der - sunnitisch dominierten - Regierung der nationalen Einheit, der sie nicht angehören. Die Huthis warfen der Regierung Korruption vor und forderten eine größere Beteiligung an der Macht.

Am Sonntag schlugen sie dann Zeltlager in der Nähe des Innenministeriums und anderer Ministerien in Sanaa auf. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden seither mindestens acht Menschen getötet.

Unter dem Druck der Rebellen hatte Hadi bereits Anfang des Monats die Umbildung seiner Regierung angekündigt und dabei auch die Aufnahme von Huthis sowie von Vertretern einer südjemenitischen Separatistenbewegung ins Kabinett angeboten. Zudem wollte er da auch schon die Benzinpreiserhöhung um 30 Prozent rückgängig machen. Die Rebellen hatten den Vorstoß Hadis zunächst jedoch als Versuch abgelehnt, die "Forderungen des Volkes" zu umgehen.

sti/cr (afp, rtr)

Die Redaktion empfiehlt