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Gesellschaft

Jedes dritte Kind kommt unehelich zur Welt

Rund 35 Prozent der neugeborenen Kinder in Deutschland haben unverheiratete Eltern. Der Trend zu mehr außerehelichen Kindern hat in den vergangenen Jahren allerdings an Tempo verloren.

Der Anteil unehelich zur Welt gekommener Babys hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt. Er stieg von 15 Prozent im Jahr 1990 auf rund 35 Prozent im Jahr 2015. Der Anteil erreichte damit wieder den Rekord von 2014. Der Trend zu mehr außerehelichen Geburten hat sich allerdings verlangsamt, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte. Seit 2012 hat sich ihre Quote nur geringfügig verändert.

Zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern bestehen den Angaben zufolge nach wie vor Unterschiede. Im früheren Bundesgebiet nimmt der Anteil der außerehelichen Geburten weiter zu. Dennoch werden die meisten Kinder hier immer noch in einer Ehe geboren, im Jahr 2015 betrug der Anteil der außerehelichen Geburten 30 Prozent. In den neuen Ländern hatten 2015 mit 61 Prozent doppelt so viele Babys nicht verheiratete Eltern. Der Anteil der außerehelichen Geburten geht allerdings im Osten Deutschlands seit 2012 leicht zurück, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Maria war laut Bibel unverheiratet, als sie mit Jesus schwanger wurde, dessen Geburt in wenigen Tagen gefeiert wird (Imago/blickwinkel/McPhoto/A. Schauhuber)

Maria war laut Bibel unverheiratet, als sie mit Jesus schwanger wurde, dessen Geburt in wenigen Tagen gefeiert wird

Am höchsten im bundesdeutschen Vergleich war 2015 der Anteil der außerehelichen Geburten in Sachsen-Anhalt (63 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (62 Prozent). In Berlin hatte jedes zweite Neugeborene nicht verheiratete Eltern (50 Prozent). Innerhalb der alten Bundesländer wiesen Bremen (41 Prozent), Schleswig-Holstein (39 Prozent) sowie Hamburg (38 Prozent) ein überdurchschnittlich hohes Niveau auf.

Rund zwei Drittel der Paare heiraten wie der Fußballer Bastian Schweinsteiger und die Tennisspielerin Ana Ivanovic nach wie vor kinderlos (picture-alliance/dpa/J. Carstensen)

Rund zwei Drittel der Paare heiraten wie der Fußballer Bastian Schweinsteiger und die Tennisspielerin Ana Ivanovic nach wie vor kinderlos

Vor allem zum Zeitpunkt der ersten Geburt sind Eltern oft nicht verheiratet. 44 Prozent der Erstgeborenen hatten im Jahr 2015 im Bundesdurchschnitt nicht miteinander verheiratete Eltern. Im früheren Bundesgebiet waren es 38 Prozent und in den neuen Ländern gut 71 Prozent.

stu/fab (afp, dpa, kna)

 

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