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Aktuell Amerika

Jeb Bush kommt kurz aus der Deckung

Bislang blieb er bedeckt, was seine politischen Ambitionen angeht. Jetzt aber hat sich Jeb Bush, Schwergewicht der US-Republikaner, verplappert: Er will Nachfolger von Präsident Barack Obama werden.

Bei einem Gespräch mit Journalisten rutschte dem früheren Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, Jeb Bush, eine verräterische Formulierung heraus: "Ich kandidiere 2016 für die Präsidentschaft", sagte er in dem auf Video aufgezeichneten Wortwechsel. Seinen Schnitzer offenbar bemerkend, ruderte Bush sofort zurück und sagte: "Und der Fokus wird sein, wie wir, w e n n ich kandidiere, ein lange andauerndes Wirtschaftswachstum schaffen können."

Für volle zwei Sekunden sei Jeb Bush Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur gewesen, amüsierte sich der US-Nachrichtensender CNN.

George H.Bush (l.), George W. Bush und Jeb Bush (r.) (Foto: dpa)

George H.Bush (l.), George W. Bush und Jeb Bush (r.)

Bislang hat der Bruder von Ex-Präsident George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George H.Bush seine Bereitschaft noch nicht offiziell erklärt, 2016 anzutreten. Politische Beobachter haben aber keinen Zweifel, dass der 61-Jährige seinen Hut in den Ring werfen wird.

Chancen sondiert

In dem Gespräch mit den Journalisten ließ Bush denn auch kaum Zweifel daran aufkommen, dass er ins Weiße Haus einziehen will. "Ich bin nicht offiziell Kandidat", sagte er laut Aufzeichnung eines Mitarbeiters. Er sei in den vergangenen drei Monaten durchs Land gereist, um seine Chancen einschätzen zu können. "Ich versuche herauszufinden, welche Unterstützung ich bekäme, wenn ich antreten sollte", führte Bush aus.

Im November 2016 sind die US-Bürger aufgerufen, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Obama zu wählen. Bei den Demokraten des Präsidenten gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin.

Hillary Clinton mit Ehemann und Ex-Präsident Bill Cliton sowie und Tochter und Enkelin (Foto: AP)

Hillary Clinton mit Ehemann und Ex-Präsident Bill Cliton sowie und Tochter und Enkelin

Bei den konservativen Republikanern wird das Feld der Interessenten immer größer. Die Entscheidung, wer letztlich antritt, fällt in parteiinternen Vorwahlen. Bush werden gute Chancen eingeräumt, sich dabei durchzusetzen. Dann käme es in anderthalb Jahren in den demokratischen USA zum Kampf der "Dynastien" um die Präsidentschaft: Die Frau eines ehemaligen Präsidenten gegen den "dritten" Bush.

wl/se (rtr)