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Presse

Jean Asselborn: UNO und EU schützen Länder, "in die Barbarei zu verfallen"

EU-Ratsvorsitzender im Gespräch mit DW-WORLD.DE für NPD-Verbot

Der EU-Ratsvorsitzende und Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn, hat aus Anlass des 60. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Rolle internationaler Organisationen wie die UNO und Vereinigungen wie die Europäische Union hervorgehoben. "So wird jedes Land auch vor sich selbst geschützt, in die Barbarei zu verfallen. Wie würde die Welt heute aussehen, 60 Jahre danach, wenn es keine UNO oder EU geben würde?", sagte Asselborn in einem Gespräch mit DW-WORLD.DE, dem Internet-Angebot der Deutschen Welle. Er forderte dazu auf, die Bildungs- und Aufklärungsarbeit zum Holocaust und zur Nazi-Herrschaft nicht zu vernachlässigen: "Das beste Mittel, was wir haben, ist die Erziehung. Toleranz, Respekt, anders sein, anders denken, anders leben ist ja keine Provokation, schon gar nicht in Europa, sondern ist eine Bereicherung."

Asselborn sprach sich gegenüber DW-WORLD.DE auch für ein Verbot der NPD aus. "Deutschland ist anders gefordert als andere europäische Länder. Und darum muss hier eingegriffen werden. Ein gesetzliches Verbot wäre meines Erachtens schon das Richtige", so der EU-Spitzenpolitiker. In Deutschland dürfe die Leugnung des Holocaust politisch nicht geduldet werden: "Das muss in Deutschland verboten sein." Asselborn plädierte dafür, sich aber auch argumentativ mit den Kräften im rechten Spektrum auseinander zu setzen.

27. Januar 2005
36/05

  • Datum 27.01.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/6Acb
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