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Kultur

Jazzlegende Acker Bilk ist tot

Der britische Jazzmusiker und Klarinettist starb nach längerer Krankheit im Alter von 85 Jahren. Entdeckt wurde Acker Bilk in Deutschland, sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1962 mit "Stranger on the Shore".

Schon im Jahr 2000 war bei dem Musiker Halskrebs diagnostiziert worden. Trotzdem gab Acker Bilk weiter Konzerte, zuletzt im August 2013. Nach Angaben seiner Agentin Pamela Sutton erlag er seiner Krankheit am Sonntag (02.11.2014) in einem Krankenhaus in der südwestenglischen Stadt Bath. "Er war mein bester Freund und seine Musik war legendär", sagte Sutton, die 45 Jahre lang für Bilk arbeitete.

Acker Bilk, der eigentlich Bernard Stanley Bilk hieß, prägte das Jazz-Revival der 1950er und 1960er Jahre. Er spielte in Jazz-Bars im englischen Bristol, wurde aber erst in einer Düsseldorfer Kneipe von einem PR-Agenten entdeckt und gefördert. Seinen einzigartigen Stil führte Bilk unter anderem darauf zurück, dass ihm nach einer Rauferei auf dem Schulhof zwei Zähne fehlten.

Vier Goldene Schallplatten für "Stranger on the Shore"

Bilk entdeckte seine Leidenschaft für die Klarinette während seiner Militärzeit, die er in Ägypten während der Suez-Krise ableistete. "In der Armee konnte ich Musikinstrumente ausleihen", sagte er in einem Interview zu seinem 80. Geburtstag. Bald darauf habe er seine eigene Band gegründet, die "Original Egyptian Stompers". Auf der Bühne wurden die Melone auf dem Kopf und eine gestreifte Weste zu seinen Markenzeichen.

Das Stück "Stranger on the Shore", das ihn berühmt machte, bescherte ihm vier Goldene Schallplatten. Er selbst sagte einmal, er hasse die Melodie. "Es war nicht anders als der Rest und kam mir gerade so in den Kopf."

Suc/ rf (dpa/ bbc)