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Aktuell Asien

Japans Wirtschaftsminister geht mit Tränen

Es ist ein weiterer Rückschlag für Japans Premier und dessen "Abenomics": Sein Getreuer Akira Amari muss nach Korruptionsvorwürfen seinen Hut nehmen - keine gute Ausgangslage angesichts der Wahlen in diesem Jahr.

Der 66-jährige Politiker Akira Amari, der mit dem Wirtschaftsressort einen Schlüsselposten im Kabinett des Tokioter Ministerpräsidenten Shinzo Abe hatte, kündigte unter Tränen seinen sofortigen Rücktritt an. Der überraschende Schritt kam eine Woche, nachdem eine Wochenzeitschrift ihm vorgeworfen hatte, 12 Millionen Yen (92.000 Euro) von einer Baufirma angenommen zu haben.

Amari wies den Vorwurf zurück, das Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Vielmehr habe er seinen Sekretär angewiesen, die Briefumschläge mit Bargeld gemäß den Regeln für Parteispenden zu behandeln. Die Firma habe sich geweigert, einen Teil des Geldes zurückzunehmen, woraufhin sein Sekretär rund drei Millionen Yen für seinen "Privatgebrauch" verwendet habe, sagte der einflussreiche Politiker.

"Ich werde keine Ausnahme sein"

Japans Wirtschaftsminister Minister Akira Amari im Oktober 2015 (Foto: picture-alliance/dpa/MAXPPP)

Da war die Welt noch in Ordnung. Wirtschaftsminister Akira Amari im Oktober des vergangenen Jahres

Der Rücktritt Amaris ist ein weiterer Rückschlag vor der wichtigen Parlamentswahl dieses Jahr. Abe hat seit seinem Amtsantritt Ende 2012 bereits drei Minister in Korruptionsskandalen verloren. Amari war eine der Schlüsselfiguren hinter der "Abenomics" genannten Wirtschaftspolitik von Abe. Zudem leitete er die Verhandlungen über ein transpazifisches Freihandelsabkommen TPP unter Führung der USA, auf das sich kürzlich zwölf Pazifikan-Aainerstaaten geeinigt hatten.

Amari sagte, Japans Wirtschaft sei nach 15 Jahren kurz davor, die Deflation zu überwinden: "Wir müssen so schnell wie möglich ein Paket von Gesetzen umsetzen für eine starke Wirtschaft und dabei alle Hindernisse vermeiden - ich werde keine Ausnahme sein."

sti/fab (afp, dpa)

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